Gastartikel
„Ich bin einfach zu schwach, um mit dem Rauchen aufzuhören!“
„Ich kann es nicht glauben, ich bin einfach zu schwach, um mit dem Rauchen aufzuhören.“ Diese Aussage wurde am vierten Tag eines Seminars von einem Teilnehmer vorgetragen, der nicht einmal für einen einzigen Tag mit dem Rauchen aufhören konnte. Als ich ihn fragte, woher er die Zigaretten habe, antwortete er: „Das sind meine, ich habe sie nie weggeworfen.“ Als ich ihn fragte, wieso er sie nicht weggeworfen habe, sagte er, er wisse, dass es für ihn nur einen einzigen Weg gebe, mit dem Nichtrauchen fertig zu werden: Er müsse Zigaretten bei sich haben – für den Fall, dass er eine brauche.
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Dieser Mann konnte bei seinem Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, keinen Erfolg haben. Nicht, weil seine Nikotinsucht zu stark war. Es war seine Angst davor, seine Zigaretten wegzuwerfen, die seinen Versuch zum Scheitern brachte. Er war der Meinung, dass er Zigaretten haben müsste für den Fall, dass er sie brauchen würde. So sicher wie das Amen in der Kirche brauchte er dann auch jeden Tag eine. Also rauchte er eine. Dann noch eine, und noch eine. Fünf oder sechs am Tag, und nie erreichte er sein optimales Niveau und nie durchbrach er den Entzugskreislauf. Er war entmutigt, depressiv, es war ihm peinlich, er war wütend und außerdem – am schlimmsten von allem – er rauchte immer noch.
Man muss schrittweise mit dem Rauchen aufhören. Zuerst muss der Raucher seinen Entschluss bekräftigen, warum er mit dem Rauchen aufhören möchte. Er sollte die gesundheitlichen Konsequenzen betrachten, außerdem die sozialen Implikationen, die Tatsache, dass er völlig von seinen Zigaretten kontrolliert wird, die Kosten und andere persönliche Probleme, welche die Zigaretten ihm bescherten. Es hilft, all diese negativen Aspekte des Rauchens aufzuschreiben. Wenn er in Zukunft einen Gedanken an eine Zigarette hat, werden seine eigenen Gründe fürs Aufhören zu einer starken Munition, nicht wieder mit dem Rauchen anzufangen.
Wenn die Entscheidung getroffen wurde aufzuhören, sollte der Raucher ein Programm wählen, das die größten Erfolgsaussichten hat. Der erste und wichtigste Schritt ist, mit der Schlusspunktmethode aufzuhören. Um dieses Ziel zu erreichen, sollte der Raucher jegliches Rauchermaterial loswerden: Zigaretten, Zigarren, Pfeifen, Kippen, Aschenbecher, Feuerzeuge – alles, was als Raucher-Utensilien angesehen wird. Wenn keine Zigaretten da sind, können sie auch nicht geraucht werden.
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Dann muss man nur die ersten, wenigen Tage überstehen, einen Tag nach dem anderen. Der körperliche Entzug kann hart oder ganz milde sein. Die Symptome überwindet man, indem man diese ersten, wenigen Tage durchsteht, ohne einen Zug zu nehmen. Innerhalb von drei Tagen erreicht der körperliche Entzug seinen stärksten Punkt, und nach zwei Wochen wird er ganz aufhören.
Wenn der anfängliche Rauchentwöhnungs-Prozess erst einmal geschafft ist, ist der Rest einfach. Sicherlich wird es immer noch Zeiten geben, zu denen der Ex-Raucher eine Zigarette haben möchte. Aber er muss erkennen, dass er die Option „nur eine einzige Zigarette“ nicht hat. Weil er nikotinsüchtig ist, ist das Rauchen jetzt – und das war es auch schon immer – eine Entscheidung über „alles oder nichts“. Der Gedanke, wieder auf sein altes Konsumniveau mit all den dazu gehörenden Konsequenzen zurückzufallen, ist die Munition, die man benötigt, um nie wieder einen einzigen Zug zu nehmen.
This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »
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