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13:28 Uhr | Dienstag, 30. Juni 2009  -(nichtraucher-zigaretten.de) - 0 Kommentare »

Gastartikel

  

„Ich werde zu jeder Zeit Zigaretten dabei haben müssen, um aufhören zu können.“

 

Diesen Kommentar höre ich fast jedes Mal, wenn ich mit einer neuen Gruppe anfange. Der Raucher glaubt tatsächlich, dass er nicht erfolgreich mit dem Rauchen aufhören kann, wenn er keine Zigaretten bei sich hat. Seine Begründung dafür ist, dass er sich selbst beweisen müsse, dass er stärker als sei die Zigarette, oder dass er – sollte er mit traumatischem Stress konfrontiert werden – eine Zigarette brauchen werde, um die Situation zu überleben. Beide dieser Vorstellungen haben ernsthafte Implikationen, die ein Versagen hinsichtlich einer permanenten Abstinenz von Zigaretten fast garantieren.

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Die erste Hypothese – dass der Raucher zeigen müsse, er sei stärker als die Zigarette – setzt voraus, dass der Raucher glaubt, er sei stärker als seine Zigaretten. Dies ist der schwerwiegendste Fehler, den ein Raucher machen kann. Er ist nicht stärker als seine Sucht. Der Tag, an dem er dies zugibt, wird der Tag sein, an dem er eine Chance bekommt, erfolgreich aufzuhören. Der Tag, an dem er dies vergisst, wird der Tag sein, an dem er wieder in dem starken Sog seiner Sucht gefangen ist.
Wenn er stärker wäre, hätte er eine oder zwei Zigaretten am Tag geraucht, wann immer er dies gewollt hätte. Aber zu der Zeit, als er sich bei unserem Seminar anmeldete, hat er wahrscheinlich zwanzig oder dreißig Mal soviel geraucht. Wenn er stärker als Zigaretten wäre, wäre er nie in einem Seminar zum Aufhören aufgetaucht. Er hätte einfach aufgehört. Zu der Zeit, als er beigetreten ist, hat er jedoch erkannt, dass er nicht mehr die Kontrolle hatte. Er hatte die Kontrolle wahrscheinlich schon vor vielen Jahren verloren. Und wie mit jeder anderen abhängig machenden Droge hätte er sich alleine nie wieder unter Kontrolle gehabt. Wenn er aber einmal vergisst, dass die Zigaretten ihn früher kontrollierten, wird er wahrscheinlich seine erste Zigarette rauchen. Dies wird ein tragischer Tag sein, er wird wieder rückfällig, und er wird vielleicht nie wieder die notwendige Stärke aufbringen, um sich noch einmal von Zigaretten frei zu machen.
Die zweite Idee – dass Zigaretten absolut notwendig sind, um die traumatischen Situationen des Lebens zu überwinden – wird höchstwahrscheinlich dazu führen, dass innerhalb von Tagen nach einem Aufhörversuch wieder geraucht wird. Egal, wie sorgfältig der Raucher auch dabei vorgeht, eine ruhige Periode zu wählen, in der Stress nur minimal vorhanden sein wird, es wird Stress geben. Wenn Zigaretten vorhanden sind, wird dann mit Sicherheit eine geraucht. Selbst wenn der Raucher diese eine Situation bewältigt, ist dennoch die Vorstellung, dass Zigaretten das Leben erträglich machen, falsch und gefährlich.
Der Raucher glaubt, er brauche Zigaretten, um in unserer Welt richtig zu funktionieren. Dann geht er noch einen Schritt weiter, er fängt an zu glauben, dass er ohne Zigaretten nicht nur weniger dazu fähig sei zu funktionieren, sondern dass er völlig unfähig sei zu überleben. Er würde die Substanz aufgeben, die das Leben möglich macht. Wenn diese Vorstellung gegenwärtig ist, hat er eine genauso gute Chance, mit dem Rauchen aufzuhören, wie mit dem Atmen oder Essen aufzuhören. Wenn Zigaretten grundlegend wichtig sind, um zu leben, ist mit dem Rauchen aufzuhören eine aussichtslose Bemühung. Dies ist nicht einfach nur eine falsche Annahme. Alles, was ein Raucher mit Zigaretten tun kann, kann er auch ohne sie tun, aber er wird es weder erleben noch glauben, bis er erfolgreich mit dem Rauchen aufhört und damit beginnt, mit seinem Leben ohne Rauchen fertig zu werden.

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Vergessen Sie niemals, wie Zigaretten einstmals Ihr Verhalten und Ihre Vorstellungen kontrollierten. Als Sie mit dem Rauchen aufgehört haben, haben Sie zugegeben, dass Zigaretten Sie kontrollierten. Sie hatten buchstäblich Angst davor, dass ein Zug Sie zurückführen konnte. Dies war keine irrationale Angst. Ein Zug wird heute zu dem gleichen, tragischen Ergebnis führen wie an dem Tag, als Sie aufhörten. Zigaretten waren vorher stärker als Sie, und wenn man ihnen die Chance gibt, werden sie auch wieder stärker sein als Sie. Wenn Sie zeigen möchten, dass Sie nun alles unter Kontrolle haben, dann tun Sie dies, indem Sie zugeben, dass Sie funktionieren, ohne Zigaretten als eine wertlose und gefährliche Krücke zu benutzen.
Um für immer von allen Zigaretten frei zu bleiben, ist alles, was man tun muss, nie wieder einen einzigen Zug zu nehmen.

Über den Autor

Quit Smoking This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »


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