Gastartikel
„Wenn man jemals eine Heilung für Lungenkrebs findet, fange ich wieder mit dem Rauchen an.“
Viele Seminarteilnehmer geben diesem Gefühl Ausdruck, wenn sie anfangs versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören. Überraschenderweise empfinden aber auch einige Ex-Raucher so, die schon längere Zeit nicht mehr rauchen. Offensichtlich haben diese Menschen ursprünglich wegen ihrer Angst vor dem Krebs aufgehört. Wenn sie erst einmal mit dem Rauchen aufgehört haben, treten aber für die meisten Ex-Raucher so viele Vorzüge zu Tage, dass die Angst vor einer Krankheit nicht die einzige Motivation für das Nichtrauchen sein sollte.
Zahlreiche körperliche und seelische Verbesserungen belohnen den Ex-Raucher. Die meisten Ex-Raucher können besser atmen, haben mehr Energie und eine größere Ausdauer. Die Durchblutung wird verbessert, und das gesamte Herz-Kreislauf-System wird stärker. Aufgrund dieser Vorteile für das Atmungs- und Durchblutungssystem können Ex-Raucher an Aktivitäten teilnehmen, die sie meiden mussten, als sie noch rauchten.
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Ex-Raucher sind produktiver, sowohl zu Hause als auch bei der Arbeit, dies führt dazu, dass sie mehr Zeit zur Verfügung haben, um angenehmen Freizeitaktivitäten nachzugehen. Das Essen riecht und schmeckt besser, und so können Ex-Raucher feinere kulinarische Entdeckungen machen. Ex-Raucher sind ruhiger und kommen besser mit den Anforderungen und den stressigen Situationen des Lebens zurecht. Sie riechen besser, und sogar ihre Haut erscheint gesünder.
Bei vielen wird das Nichtrauchen eine vorzeitige Faltenbildung verhindern, die aufgetreten wäre, hätten sie damit weitergemacht, sich mit Zigaretten zu verwöhnen. Ex-Raucher sind willkommener bei sozialen Anlässen. Sie müssen sich keine Gedanken mehr machen, ob sie die Nichtraucher in ihrer Umgebung stören. Sie können jederzeit überall hingehen, ohne dass sie sich sorgen müssten, ob sie auch alle 20 Minuten ihre benötigte Dosis Nikotin bekommen werden. Die meisten Ex-Raucher finden, dass das Nichtrauchen ihnen zu einem verbesserten Selbstwertgefühl verholfen hat. Außerdem geben sie nicht mehr Hunderte oder Tausende Euro im Jahr für Zigaretten aus. Sie machen sich keine Sorgen mehr darüber, ob sie Löcher in ihre Möbel, Kleidung oder Autos brennen. Keine Sorgen mehr über vergessene Kippen und Brände, die alles zerstören könnten, was man besitzt, das eigene Leben eingeschlossen. Nicht zuletzt eliminieren sie aus ihrem Lebensstil die größte, vermeidbare Ursache für einen frühzeitigen Tod und für Behinderung, die in unserem Land (den USA, Anm. d. Ü.) bekannt ist.
Warum sollte irgendwer solche Vorteile opfern, um wieder mit dem Rauchen anzufangen? Selbst wenn das Risiko der einen Krankheit reduziert würde, wären immer noch all die anderen Risiken da, die das Leben des Rauchers bedrohen. Noch schlimmer: Wieder anzufangen heißt, wieder abhängig zu werden. Man müsste wieder wie ein Süchtiger leben, damit ständig ein genügender Serum-Nikotin-Pegel im Blut aufrecht erhalten wird, um nicht unter Entzugserscheinungen zu leiden.
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Sie müssten wieder an Orten rauchen, wo es überhaupt nicht akzeptiert wird. In Stresssituationen müssten Sie ständig rauchen, damit Sie sich besser fühlen. „Besser“ heißt genauso schlecht, wie sich sie ursprünglich gefühlt hätten, wenn sie Nichtraucher wären und dem gleichen Stress ausgesetzt wären. Ein gemütlicher Spielfilm von zwei Stunden oder ein längeres Meeting wären ohne Zigaretten nicht mehr auszuhalten. Wieder würden sie von anderen als schwache, unglückliche Menschen betrachtet, die unfähig sind, sich von einer solch schmutzigen chemischen Abhängigkeit freizumachen. Manche würden Ihnen mit Mitleid begegnen, andere mit Ekel. Keiner wird Sie beneiden. Sie würden schlecht riechen, nicht gut aussehen, und sich langsam zum Krüppel rauchen, bis Sie schließlich daran sterben würden.
Das Leben als Nichtraucher ist einfacher, gesünder und angenehmer. Wann immer Sie darüber nachdenken, wieder mit dem Rauchen anzufangen oder auch nur eine Zigarette auszuprobieren, machen Sie eine lange, sorgfältige Inventurliste über all die Dinge, die sich für Sie zum Guten gewendet haben seit Sie mit dem Rauchen aufgehört haben. Denken Sie an die Unbequemlichkeit und die Gefahren, denen Sie gegenüberstehen, wenn Sie erst wieder 20, 40 oder 60 Zigaretten am Tag rauchen müssen. Beleuchten Sie es von beiden Seiten, und wenn Sie beschließen, Ex-Raucher zu bleiben, dann nehmen Sie einfach nie wieder einen einzigen Zug!
This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »
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