Gastartikel
„Ich denke nur dann an Zigaretten, wenn ich einen Ihrer dummen Briefe bekomme!“
„Ich denke nur dann an Zigaretten, wenn ich einen von Ihren dummen Briefen bekomme!“ Ein erfolgreicher Seminarteilnehmer gab mir das neulich zur Antwort, als ich mich erkundigte, wie sein Leben ohne Zigaretten so sei. Er gab sich alle Mühe zu vergessen, dass er jemals geraucht hatte. Rauchen war ein Teil seines Lebens, mit dem er sich nicht mehr befassen wollte. Aber weil ich ihm meine Nachsorge-Briefe schickte, funktionierte sein Plan nicht. Mittlerweile warf er meine Briefe ungeöffnet weg.
Ich fahre tatsächlich damit fort, solche Briefe zu schicken, damit der Ex-Raucher seine Vergangenheit als Raucher nie völlig vergisst. Wenn er ein typischer Ex-Raucher ist, dann wird er das Rauchen nie ganz vergessen.
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Er wird bestimmte Zigaretten vergessen: die ihn krank machten, die ihn in gesellschaftlicher Hinsicht zum Aussätzigen machten, die unzähligen Zigaretten, die er jeden Tag anzündete, ohne dass ihm dieses bewusst gewesen wäre. Am schlimmsten ist, dass er die Zigaretten vergessen wird, die er eigentlich gar nicht anzünden wollte, die er aber rauchen musste, weil der Drang zu mächtig war, als dass er ihn hätte kontrollieren können. Er wird also den Großteil aller Zigaretten vergessen, die er jemals geraucht hat, und sich nur ab und zu an eine „gute“ erinnern.
Und dann geschieht es. Eines Tages auf einer Party, im Stress oder einfach nur aus Langeweile verspürt er den Wunsch nach einer „guten“ Zigarette. Er hat sich von seiner früheren Abhängigkeit distanziert, und er hat vergessen bzw. akzeptiert es einfach nicht, dass sogar „ein Zug“ höchstwahrscheinlich zum kompletten Rückfall führt. Weil er seine Abhängigkeit nicht mehr akzeptiert, sieht er nicht ein, warum er nicht ab und zu eine gute Zigarette genießen dürfte. Also nimmt er sich eine. Vielleicht ist sie wunderbar, vielleicht schmeckt sie auch einfach nur scheußlich. Das macht keinen Unterschied. Ob gut oder schlecht, sie wird die Kontrolle übernehmen, und er wird wieder zum abhängigen Raucher. Er muss nun all die körperlichen, emotionalen, gesellschaftlichen, finanziellen und gesundheitlichen Konsequenzen tragen, die von der Nikotinsucht eingefordert werden.
In Wirklichkeit versende ich meine Briefe an meine ehemaligen Seminarteilnehmer aus zwei Gründen. Erstens, wie oben beschrieben, damit sie nicht selbstgefällig und dadurch rückfällig werden. Zweitens gibt es die traurigen Fälle, dass Raucher rückfällig geworden sind. Hier dienen die Briefe als dauernde Erinnerungen (sie werden meistens als Belästigung bezeichnet), dass das Rauchen ein Problem darstellt, mit dem man sich auseinandersetzen sollte.
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Schon sehr oft sind Leute zum Seminar zurückgekommen und sagten, dass einer meiner Briefe den Ausschlag gegeben hätte. In diesem Fall haben meine Briefe die wunderbarste Wirkung entfaltet.
Erlauben Sie sich nie, Ihre Rauchervergangenheit zu vergessen. Ja, es gab sicher die eine oder andere „gute“ Zigarette. Aber es gab viel mehr schlechte als gute, und selbst die guten waren jeden Tag dabei, Sie langsam, aber sicher umzubringen. Es ist traurig, dass der Mann, der den Einleitungssatz gesagt hat, dies nicht erkennen wird, bis es zu spät ist; und das hat er gemeinsam mit all denen, die meine Briefe wirklich lesen sollten. Sie haben die Briefe ungeöffnet weggeworfen. Wenn sie dann das nächste Mal aufhören, wissen sie es vielleicht besser – wenn es ein nächstes Mal gibt. Bedenken Sie all die Auswirkungen von nur einer Zigarette und nehmen Sie nie wieder einen einzigen Zug!
This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »
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Der Wille ist das einzige was einen dazu bewegt mit dem Rauchen aufzuhören, hab es selbst geschafft auch wenn ich erst seid ca. 7 Jahren geraucht habe…
Das ist schon richtig, aber der Wille zum Aufhören muss sich ja erst einmal entwickeln und ehe das passiert wird der Raucher immer und immer wieder rückfällig.
Wie hast Du es geschafft, dass sich dein Wille gegen diese Killer-Sucht behauptet hat?
Hallo !
Erstmal etwas vorweg. ich rauchte bis vor wenigen Tagen 10 Jahre durch und habe meinen Habit durch Willensstärke gebrochen. Ich kann nur bestätigen, dass alles im kopf passiert (wo denn auch sonst), den individuellen prozess hinter dem Rauchen aufhören muss allerdings jeder selbst machen.
Nun zu diesem blog hier.
Man kann zu recht behaupten ich genieße es gerade diverse entzugserscheinungen zu haben. Ich empfinde die krasse veränderung beim cold turkey als spannend und beobachte mich selbst auf der reise aus dieser sucht. Ich habe im Netz nach entzugserscheinungen gesucht und bin auf diesen blog hier gestoßen.
Dieser blog hier ist reinster anti-raucher Populismus, es wird sehr stark polarisiert indem verallgemeinert und extrem stark “schwarz-weiss gemalt” wird. Wer selbst ein Gehirn zum denken hat, sollte sich auf diese Seiten hier nicht einlassen, Selbstbeherrschung und konstruktives Nachdenken sind Martin O. Hamanns blog aus kleinen Karos vorzuziehen. Sorry, aber das hier ist anti-rauch populismus pur.
Ich höre wie gesagt auch grade auf aber Martin O. Hamann kommt mir rüber wie die Kronen- bzw. Bildzeitung des rauchenaufhörens. Alles Beste
Hallo Philipp,
Du befindest dich im “Gast-Autoren-Bereich” meines Blogs. Die Artikel in der Kategorie “Gastartikel” die Du hier findest, sind nicht von mir verfasst worden sondern zum
Großteil von Joel Spitzer (ein amerikanischer Nichtraucher-Trainer). Und wenn ihm das “Schwarz-Weiss-Malen” als erfolgreiche Strategie gegen das Rauchen (NICHT GEGEN RAUCHER ) dienlich war, dann ist das vollkommen legitim- jedes Mittel dürfte wohl recht sein um sich aus dieser Schlinge herauszuwinden.
Daher würde ich mir wünschen, dass Du etwas sachlicher kommentierst und auch mehr Toleranz in Bezug auf die ganz individuellen Rauchfrei-Kampf-Strategien zeigst.
Wenn Du Hilfe bei den Entzugserscheinungen suchst, dann kannst Du einfach danach fragen. Entweder direkt als Kommentar hier im Blog oder nutze unser Forum- dafür bin ich da und dafür investiere ich meine kostbare Freizeit. Ich möchte helfen und habe mit Sicherheit keine politischen Hintergedanken; Auch gehöre ich keine Lobby an sondern bin freier Blogger.
Darüberhinaus habe ich diverse Strategien und Imaginationstechniken entwickelt um den Entzug relativ schmwerzfrei zu überwinden. (psychisch und körperlich) .
Du solltest aber wissen, dass es nicht nur an den Entzugserscheingen liegt weshalb Du nicht mehr aufhören kannst. Du könntest dich ja mal fragen, wieso Du nicht bereit bist eine Zeit lang Entzugserscheinungen zu ertragen um damit deine Zukunft zu retten. Die Entzugserscheinungen könnten noch so unangenehm sein, aber wenn es um die Zukunft geht, dann müsste man doch bereit sein diese zu ertragen- dennoch scheitern so viele. Warum?
Wenn Du eine Zigarette in der Hand hälst und jetzt mit Dir einen “Soll-ich-oder-soll-ich-nicht-Kampf führst, dann wägt dein emotionales Gedächntnis ab. Soalnge Du davon ausgehst, dass Du dich mit Zigarette in diesem einen Augenblick besser fühlst als ohne Zigarette, wirst Du immer wieder Probleme haben zu widerstehen. Vielleicht widerstehst Du Ihr 1 Jahr lang aber irgendwann kommen Zweifel ob es sich mit Zigarette in der Hand nicht doch subjektiv besser angefühlt hat. Dann erlaubst Du Dir einfach mal eine Zigarette und schwupps bist Du wieder gefangen und musst der Tabakindustrie fortan Scheine zu stecken für etwas, dass dich nicht wirklich glücklicher macht und Dir deine Zukunft ruinieren wird. Und sorry, wenn sich das populistisch anhört, aber wer eine so hinterhältige Falle anbietet, für den habe ich keine lobenden Worte übrig.