Gastartikel
Die Macht der Werbung
Der Vater saß einmal da und dachte an all die Freude, die seine zwei Söhne ihm im vergangenen Jahr gemacht hatten. Er beschloss, ihnen zu Weihnachten ein Geschenk ihrer Wahl zu kaufen. Als er den älteren Sohn fragte, was er sich wünsche, antwortete der: „Oh Gott, ich wünsche mir so viele Sachen. Vielleicht ein Fahrrad, oder neue Skier oder eine Tauchausrüstung … Am liebsten hätte ich natürlich alles auf einmal, aber ich würde mich über jedes einzelne dieser Geschenke sehr freuen.“
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Das war gut für den Vater, denn er hatte nun einige gute Auswahlmöglichkeiten. Dann wandte er sich an seinen jüngeren Sohn, der erst acht Jahre alt war. Der Junge beneidete seinen Bruder um all die Spiele, die dieser spielen konnte und um all die Sportarten, in denen er so gut war. Als er gefragt wurde, was er sich wünschte, hatte er nur eine einfache Bitte: „Ich hätte gerne eine Packung Tampax Tampons.“ Der Vater war schockiert. „Wofür um Himmels willen möchtest du eine Schachtel Tampons?“, fragte er verärgert. Der arme Junge wusste, dass er etwas Falsches gesagt hatte. Er antwortete kleinlaut: „Im Fernsehen sagen die immer, mit Tampax kann man schwimmen, Ski fahren, Fallschirm springen, reiten und überhaupt jeden Sport betreiben, den man machen möchte.“
Diese lustige Geschichte illustriert einen ernsthaften Punkt. Die Versprechungen der Werbung können unsere Wünsche nach materiellen Produkten stark beeinflussen. Je naiver wir sind, desto effektiver funktioniert die Werbung. Behauptungen in der Werbung sind oftmals irreführend oder Übertreibungen. Kein Produkt missbraucht die Wahrheit schlimmer als Zigaretten.
Genau so wie der Junge in der Geschichte sich große Dinge von diesem wunderbaren, unbekannten Produkt erwartete, haben Raucher großes Vertrauen in die emotionalen Vorteile, die das Einatmen des Rauches verbrannter Pflanzen hervorrufen wird. Einem Raucher die Wahrheit über Zigaretten zu erzählen, wenn er sich noch in der Psyche eines Rauchers befindet, führt zu einem Zustand der Verleugnung und des Trotzes. Er kann einfach nicht glauben, dass seine Zigaretten, seine Freunde und Verbündeten, ihm in irgendeiner Art und Weise wehtun würden. Sie helfen ihm in traumatischen Situationen, mit ihnen kann er das Leben in vollen Zügen genießen. Denken Sie an all die Dinge, die er mit seinen Zigaretten tut. Er wacht morgens mit ihnen auf, er arbeitet mit ihnen, spielt mit ihnen, isst und trinkt mit ihnen, geht in ihrer Begleitung zur Toilette, liest mit ihnen Zeitung, trifft in ihrer Begleitung alle seine Freunde und denkt sogar noch an sie, während er Sex hat. Wenn ein Mensch so dicht an ihm kleben würde, würde ihn das verrückt machen. Aber nicht seine Freunde, die Zigaretten– sie machen alles besser. Die Werbung sagt, dass dies so ist.
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Die Werbung behauptet das, aber es ist nicht wahr. Der Raucher raucht nicht aus freien Stücken während all dieser Aktivitäten. Er muss rauchen. Raucher sind Drogenabhängige. Raucher können keine echte Freude empfinden, wenn ihr Serum-Nikotin-Pegel abfällt. Sie werden von dem Produkt kontrolliert. Zigaretten sind keine Freunde, sie sind schlechte Bekannte. Werden Sie sie erst einmal los, halten Sie sich von ihnen fern. Ja, sie mögen Ihnen zurufen, und die Werbung mag Sie ansprechen. Aber Sie wissen die Wahrheit über Zigaretten. Lassen Sie sich nicht vom Gegenteil überzeugen, weder von Rauchern mit Minderwertigkeitskomplexen noch von einer Tabakfirma oder einer Werbeagentur, die auf Kosten Ihrer Gesundheit Geld scheffeln will. Das Leben als Ex-Raucher ist wahrscheinlich länger und es ist definitiv besser. Denken Sie daran, wenn Ihr Inneres oder auch Außenstehende Sie rufen: Nie wieder einen einzigen Zug!
This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »
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