Nichtraucher-Zigaretten.de

    
21:24 Uhr | Montag, 29. Juni 2009  

Gastartikel

  

„Mein anderer Nichtraucher-Workshop hat mir aber besser gefallen!“

Als ich vor fast 20 Jahren einen meiner ersten Rauchentwöhnungs-Kurse durchführte, erzählte mir eine der erfolgreichen Teilnehmerinnen – eine Dame namens Barbara – dass sie bereits eine andere Gruppe besucht habe und dass sie diese lieber gemocht habe als unsere. Ich fragte sie, für wie lange sie in jenem Programm mit dem Rauchen aufgehört habe, und sie sagte: „Oh, ich habe überhaupt nicht aufgehört.“ Ich habe sie dann gefragt, wie viele andere Leute in jenem Programm aufgehört hätten. Sie antwortete „Ich weiß nicht, ob überhaupt jemand aufgehört hat.“ Ich fragte sie, warum sie die andere Gruppe lieber gemocht habe, wenn niemand mit dem Rauchen aufgehört habe? Sie antwortete: „Als ich das Seminar beendete, habe ich nicht schlecht über das Rauchen gedacht!“

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Die Aufgabe eines jeden Rauchentwöhnungs-Seminars sollte darin bestehen, den Teilnehmern zu helfen, sich von dem starken Einfluss der Nikotinsucht zu befreien. Um das zu erreichen, muss jeder Teilnehmer ein gutes Verständnis sowohl darüber entwickeln, warum er raucht, als auch über die Konsequenzen, die mit der weiteren Nutzung von Zigaretten einhergehen. Zigaretten sind machen abhängig, sie sind teuer, gesellschaftlich unakzeptabel und tödlich. Wie in aller Welt kann irgend jemand oder irgend eine Gruppe diese Auswirkungen sehen und sie bis zu dem Punkt minimalisieren, an dem der Raucher nicht schlecht über das Rauchen denkt?
Der natürliche Impuls der meisten Raucher besteht darin, die gesundheitlichen Folgen- und sozialen Implikationen des Rauchens zu verleugnen. Wenn er eine Zeitung nimmt und eine Schlagzeile mit „Gesundheitsminister“ sieht, liest er nicht weiter. Wenn er eine Sendung im Radio hört oder im Fernsehen sieht, die sich mit den Gefahren des Rauchens befasst, wird er die Nachricht entweder völlig ignorieren, oder er wird den falschen Glauben aufrecht erhalten, dass dieses Problem ihn nicht betrifft. Letztendlich wird sich sogar sein eigener Körper beschweren. Der Raucher hat vielleicht Symptome wie Husten, pfeifende Atemgeräusche, Brustschmerzen, Taubheit in den Extremitäten, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Heiserkeit und eine Vielzahl anderer Beschwerden. Er wird die Schuld im Allgemeinen dem Wetter, seiner Ernährung, seinem Stress, einer Grippe oder einer Erkältung zuweisen oder sich irgendeine andere Entschuldigung ausmalen, um seine Zigaretten zu beschützen.
Unser Seminar wurde so eingerichtet, dass es auf Dauer all diese Rationalisierungen des Rauchens zerstört. Der Raucher kann mit vielen Entschuldigungen für das Rauchen aufwarten, aber er weiß, dass es alles Lügen sind. Unser Seminar wird eines von zwei Zielen erreichen. Entweder wird der Raucher mit dem Rauchen aufhören, oder das Seminar wird ihm das Rauchen für den Rest seines Lebens verderben. Er wird nicht mehr in der Lage sein, sich am Abend hinzusetzen und in seliger Unwissenheit seine Zigarette zu genießen. Im Gegenteil, wenn er einem Gedanken an das Rauchen erlaubt, ins Bewusstsein vorzudringen, wird er sich ärgern, wie dumm es war, 20, 40, 60 oder noch mehr Zigaretten am Tag zu rauchen und wie traurig es ist, dass er wahrscheinlich morgen wieder das gleiche tun wird.
Warum wollen wir den Raucher unglücklich über das Rauchen machen? Weil er dann vielleicht wütend genug über das Rauchen wird, um damit aufzuhören. Früher oder später mag die Logik ihn dazu zu bewegen, dass er aufhört. Vielleicht wird er es allein tun, oder vielleicht kommt er zu uns zurück, damit wir ihm helfen. Wie er es anstellt, ist nicht wichtig; es ist einzig und allein wichtig, dass er aufhört. Denn während die Gedanken, die wir ihm einpflanzen, ihn vielleicht unglücklich machen, verursacht das Nichtwissen ein bedeutend längeres Leiden.

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Wenn unser Seminar wie Barbaras erste Gruppe negative Gefühle dem Rauchen gegenüber ausradieren wollte, könnte dies dazu führen, dass die Munition verstärkt wird, die man für das Weiterrauchen braucht. Zigaretten sind für mehr als 300.000 vorzeitige Todesfälle (in den USA, Anm. d. Ü.) und für die Behinderung von Millionen an Menschen im Jahr verantwortlich, daher ist die Vernichtung der mit dem Rauchen verbundenen Ängste nicht im besten Interesse des Rauchers. Bedenken Sie die physischen, psychologischen, sozialen, wirtschaftlichen und alle anderen persönlichen Konsequenzen des Rauchens. Bedenken Sie jede einzelne und – nehmen Sie nie wieder einen einzigen Zug!

Über den Autor

Quit Smoking This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »


 

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