Gastartikel
„Wie soll ich mich jetzt nennen?“
Kürzlich veröffentlichte ein Online-Forumsmitglied eine Nachricht, in der sie fragte, ob sie sich als Nichtraucherin bezeichnen solle, da sie ja in der Tat mit dem Rauchen aufgehört habe. Im Grunde lautet die Antwort ja, obwohl dies für einige Leute verwirrend sein mag. Es gibt Menschen, die den Ausdruck aus einer historischen Perspektive heraus betrachten, bevor den Bezeichnungen „Raucher“ und „Nichtraucher“ irgendwelche negativen oder positiven Konnotationen anhafteten. In seiner frühen Geschichte wurde der Begriff ausschließlich für Menschen verwendet, die keinen einzigen Tag in ihrem Leben geraucht hatten.
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Ich denke, die genauere Bezeichnung für eine Person, die nie geraucht hat, sollte „Nie-Raucher“ sein. Aber es ist schwierig, eine allgemein akzeptierte Terminologie zu ändern. Manchmal mag es in offiziellen Formularen, wie zum Beispiel Versicherungsunterlagen, eine gesetzliche Differenzierung zwischen den Begriffen Raucher, Ex-Raucher und Nie-Raucher geben. Für persönliche und allgemeine Zwecke ist der Begriff Nichtraucher in Ordnung, solange Sie verstehen, dass es einen Unterschied zwischen einem Nichtraucher und einem Nie-Raucher gibt.
Andere Ausdrücke, die auf einen Menschen zutreffen, er einmal geraucht hat, dies aber nicht mehr tut, sind „Ex-Raucher“, „reformierter Raucher“, „Raucher auf dem Wege der Heilung“ oder „nicht aktiver Raucher“. Allerdings glaube ich, dass all diesen Worten „sehr glücklicher“ vorangehen sollten – z. B. „sehr glücklicher Ex-Raucher“, so dass der Begriff selbst nicht mit einem Anflug des Bedauerns interpretiert werden kann.
Es ist äußerst wichtig, dass ein jeder Mensch, der einmal geraucht hat, dies aber nicht mehr tut, versteht, dass es einen großen Unterschied zwischen einem Nie-Raucher und einem Ex-Raucher gibt. Selbst wenn sich der Nie-Raucher und der Ex-Raucher körperlich und geistig gleich fühlen mögen bis hin zu dem Ausmaß, dass sie dieselben Ansichten oder dieselben Zukunftsaussichten haben, gibt es doch einen wichtigen physiologischen Unterschied. Der Ex-Raucher hat immer noch eine Sucht. Sie mag nun keine Symptome mehr zeigen, aber sie ist trotzdem noch vorhanden. Der Unterschied wird vielleicht nur in einer einzigen Situation offensichtlich.
Ein Nie-Raucher könnte, wenn er es wirklich wollte (und es gibt absolut keinen logischen Grund dafür, dass dies je geschehen sollte) einen schönen, tiefen Zug von einer Zigarette nehmen. Aller Wahrscheinlichkeit nach würde er nach dieser dummen und impulsiven Tat husten, würgen und wahrscheinlich sogar erbrechen. Er wird sich vielleicht für eine Weile schlecht fühlen und wird es hoffentlich nie wieder in Erwägung ziehen, dies noch einmal zu tun.
Ein Ex-Raucher könnte dieselbe irrationale Tat begehen, einen Zug nehmen, husten, würgen und vielleicht sogar erbrechen. Er würde sich absolut schrecklich fühlen, körperlich sogar schlimmer als der Nie-Raucher, der genau das Gleiche getan hat. Es wird wahrscheinlich damit enden, dass der Ex-Raucher das Geschehene verabscheut und deswegen sehr ärgerlich über sich selbst ist, aber innerhalb von Minuten, Stunden oder vielleicht Tagen wird er wahrscheinlich einen unkontrollierbaren Drang verspüren und noch eine rauchen. Beim zweiten Mal mag er die gleichen Reaktionen haben, sich absolut schrecklich und krank fühlen. Bald findet sich die Person jedoch in der Situation, dass sie mehr Nikotin raucht und entweder schnell oder schrittweise zu ihrem alten Nikotinkonsum zurückkehrt – vielleicht wird er sogar höher sein als zuvor.
Der Unterschied besteht darin, dass der erste Zug – obwohl er unangenehm war – zusätzliche unkontrollierbare Bedürfnisse in dem Ex-Raucher hervorruft, beim Nie-Raucher jedoch nichts als Abneigung hervorruft. Ein Zug von Nikotin bedeutet für einen Ex-Raucher einen Rückfall. Die Sucht schlummerte, wurde aber nun in ihrer vollen Stärke wieder aufgeweckt.
Sie sind nun ein Ex-Raucher, oder welchen Begriff Sie auch immer vorziehen mögen. Erinnern Sie sich jedoch immer daran, dass Sie immer noch ein Nikotinsüchtiger auf dem Wege zur Heilung sind und dass Sie dies auch immer bleiben werden. Eine solche Meinung über sich selbst ist nicht unbedingt angenehm, aber wenn Ihre Heilung andauern soll, ist es wichtig, ein Grundbewusstsein darüber zu haben, dass Sie aufgrund ihrer unterschwelligen, zum Stillstand gebrachten, Abhängigkeit immer wachsam bleiben müssen. So negativ es sich auch für Sie anhören und anfühlen mag, sich als Ex-Raucher bezeichnen zu müssen, so ist es doch viel besser als wieder sagen zu müssen: „Ich bin Raucher.“
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Ein Raucher ist eine Person, die sich in diesem Moment unter der Kontrolle einer Droge befindet, die sie dazu zwingt, sich ständig Dosis um Dosis, Zug um Zug zuzuführen, Dutzende oder möglicherweise sogar Hunderte von Malen pro Tag. Und zu dieser aktiven Droge – Nikotin – kommen noch über 40 Karzinogene (krebserregende Chemikalien) hinzu und mehr als viertausend andere Chemikalien, Hunderte von ihnen sind giftig (Arsen, Blausäure, Kohlenmonoxyd und Formaldehyd, um nur einige zu nennen). Der Raucher erhöht sein Risiko, an einigen der schlimmsten und tödlichsten Krankheiten, die der Menschheit bekannt sind, zu erkranken. Er riecht immer schlecht und gilt in der Gesellschaft als Aussätziger, während er aktiv seine Droge benutzt.
Ja, „Ex-Raucher“ mag sich nicht perfekt anhören, aber „aktiver Raucher“ ist viel schlimmer, wenn man sich dazu bekennen muss und diesen Zustand erleben muss. Um Ihren derzeitigen Status zu behalten – welchen Namen Sie auch immer gewählt haben – und um nie wieder zu dem tödlichen Lebensstil eines Rauchers zurückzukehren, erinnern Sie sich einfach daran: Nie wieder einen einzigen Zug!
This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »
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