Gastartikel
„Ich habe wieder mit dem Rauchen angefangen, als ich mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus lag.“
„Ich war verängstigt darüber, wie krank ich war, und mir war langweilig im Krankenhaus. Ich hatte zu der Zeit ungefähr drei Jahre lang nicht geraucht. Aber das war das erste Mal, dass ich so richtig krank wurde.“ Diese traurige Geschichte wurde mir am zweiten Tag eines Rauchentwöhnungs-Kurses von einem Kursteilnehmer erzählt. Der Teilnehmer hatte sich zu dem Seminar angemeldet, weil mit einem Lungenemphysem diagnostiziert worden war.
Ich fragte ihn, ob er das Emphysem bereits gehabt hätte, als er mit der Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert wurde. „Oh nein“, antwortete er, „ich habe das Emphysem erst seit zwei Jahren.“ Dann fragte ich, wann denn dieser Rückfall im Krankenhaus passiert sei. Er dachte kurz nach und sagte dann, „vor 22 Jahren“. Irgendwie sah der Mann nichts Außergewöhnliches an seiner Geschichte. Er hatte ein Problem gehabt und gedacht, es würde durch das Rauchen gelöst werden. Für einen unbeteiligten Beobachter werden jedoch zwei spezifische Probleme sofort offensichtlich.
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Erstens: Wenn der Mann wirklich wegen der Lungenentzündung um seine Gesundheit besorgt gewesen wäre, wäre Rauchen das Letzte gewesen, das er getan hätte. Wenn überhaupt, würde dies dazu führen, dass die Krankheit länger andauern und wahrscheinlich ernsthaftere Komplikationen mit sich bringen würde. Zweitens (und hier wichtiger) führte seine Zigarette von damals zu einem langfristigen Problem. Er war wieder von Zigaretten abhängig. Er „musste“ nicht nur damals im Krankenhaus rauchen, weil ihm langweilig war. Danach rauchte er wegen dieses einen Fehlers 22 Jahre lang! Inzwischen hatte er durch all die Zigaretten, die er als Resultat seines Rückfalls geraucht hatte, eine schwere Lungenkrankheit entwickelt. Mit der richtigen Behandlung wäre seine Lungenentzündung geheilt worden, und seine Atmung wäre zu einem Normalzustand zurückgekehrt. Nun hat das Rauchen jedoch eine Krankheit verursacht, die ihn für immer behindern wird. Selbst wenn er jetzt mit dem Rauchen aufhören würde, hätte er für den Rest seines Lebens Schwierigkeiten beim Atmen. Wenn man so zurückschaut, dann hat er einen hohen Preis bezahlt für ein paar Tage oder Wochen ohne Angst und Langeweile.
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Besonders dann, wenn man bedenkt, dass beides vor über 22 Jahren hätte gelöst werden können. Rauchen ist nie die Lösung für ein Problem, ganz gleich, welches. In den meisten Fällen führt das Rauchen einer Zigarette zu einer schwerwiegenderen Situation als das Problem selbst, das Sie dazu veranlasst hat zu rauchen. Machen Sie nicht denselben Fehler wie dieser Mann. Wenn Sie einem echten Problem gegenüberstehen, dann arbeiten Sie daran, eine echte Lösung zu finden. Wenn es wirklich ein Problem ist, das gelöst werden kann, wenn man raucht, dann werden Sie es mit einem bisschen Geduld und Zeit auch als Ex-Raucher lösen können. Wenn Sie nicht rauchen, lösen Sie damit nicht nur das Problem, Sie wenden auch eine andere, ernsthafte Situation von sich ab. Sie vermeiden es, Ihre starke und tödliche Nikotinsucht wieder aufleben zu lassen. Wieder einmal haben Sie ein Hindernis überwunden, das Ihren Status als Ex-Raucher bedroht hatte. Sofern Sie nicht planen, jeden Tag für den Rest Ihres Lebens auf ihrem alten Konsumniveau, oder möglicherweise höher, zu rauchen, erinnern Sie sich immer daran: Nie wieder einen einzigen Zug!
This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »











