Nichtraucher-Zigaretten.de

    
19:31 Uhr | Freitag, 28. August 2009  

Gastartikel

  

Negativ-Unterstützung von anderen

Die nachstehende Nachricht habe ich vor einigen Monaten an ein Mitglied von Freedom geschrieben, weil jemand zu ihr gesagt hatte, dass sie durch das Nichtrauchen zu einem solchen Knallkopf geworden sei, dass sie es lieber aufgeben solle. Manchmal kommen solche Kommentare von Leuten, die Ihnen lieb und teuer sind, und sie können ziemlich niederschmetternd sein. Ich füge den Originalbrief bei in der Hoffnung, dass damit all diejenigen, die ihn lesen, für einen solchen Fall vorbereitet sind. Kein Kommentar, kein Blick, kein Starren kann Ihr rauchfreies Dasein unterminieren. Nur Sie allein können das. Sie müssen einfach nur die Tatsache missachten, an die Sie sich unbedingt halten müssen: Nie wieder einen einzigen Zug!   Joel

Was man zu Ihnen gesagt hat, ist sehr verbreitet und scheint zu bestimmten Zeiten überall vorzukommen. Ein liebes Familienmitglied oder ein guter Freund platzt heraus mit den Worten: „Wenn Du so bist, wenn Du nicht rauchst, dann fang um Himmels Willen wieder mit dem Rauchen an!“ In den meisten Fällen bedenkt die Person, die den Kommentar abgibt, nicht wirklich die Auswirkungen dieser Aussage. Man könnte jedoch ebenso gut zu einem Chemotherapie-Patienten, der wegen Haarausfalls, Kopfschmerzen und anderer Nebenwirkungen schlecht gelaunt und unglücklich ist, sagen, dass er mit der Einnahme dieses Zeugs aufhören solle, weil er so gereizt sei, dass er Ihnen damit den Tag ruiniere. Natürlich wird dieser Kommentar nie kommen, da die meisten Leute anerkennen, dass Chemotherapie ein möglicherweise letzter verzweifelter Versuch ist, das Leben eines Menschen zu retten. Die Entscheidung, mit der Behandlung aufzuhören, ist die Entscheidung zu sterben. Also nehmen wir die schlechten Zeiten in Kauf, weil wir die Bemühungen des Patienten, sein Leben zu retten, unterstützen wollen.

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Familienmitglieder oder Freunde übersehen oft, dass es ebenfalls einen Versuch der Lebensrettung darstellt, wenn jemand mit dem Rauchen aufhört. Während andere diese Tatsache nicht sofort anerkennen mögen, muss derjenige, der mit dem Rauchen aufhört, sich dessen aber auf jeden Fall bewusst sein. Andere mögen das Konzept nie so richtig begreifen, aber die Person, die mit dem Rauchen aufhört, muss es tun.
Es ist mir über viele Jahre hinweg aufgefallen, dass dieser Kommentar normalerweise vom Ehepartner, vom Kind des Rauchers, einem Freund, einem Mitarbeiter oder auch einem Bekannten kommt. Es passiert viel seltener, dass ein Elternteil oder sogar einen Großelternteil diese Aussage macht. Ich glaube, das hat etwas zu bedeuten. Eltern sind oft an die Wutausbrüche und Launen ihrer Kinder gewöhnt, da sie diese kennen, seit sie Kinder waren. Der natürliche Elterninstinkt besteht darin, die Kinder nicht zu verletzen, wenn sie sich in Gefahr befinden oder auf etwas einschlagen, sondern zu versuchen, sie zu beschützen. Ich denke, dass dieses Verhalten oft bis ins Erwachsenenalter weitergeführt wird. Das ist eine sehr positive Aussage über die Elternschaft.
Es resultiert oft eine tragische Situation daraus, wenn jemand tatsächlich ein Familienmitglied oder einen Freund zum Rauchen ermuntert, und derjenige dann Monate, Jahre oder Jahrzehnte später an einer durch das Rauchen verursachten Krankheit stirbt. Manchmal empfindet das Familienmitglied dann große Schuldgefühle und Reue, weil es eine ihm nahe stehende Person dazu gebracht hat, wieder rückfällig zu werden – wenn es sich an den vor langer Zeit abgegebenen Kommentar erinnert. Aber wissen Sie was? Sie sind nicht schuld. Der Raucher selbst hat Schuld. Denn in Wirklichkeit ist es so: Egal, was irgendwer sagen mag, der Raucher muss für sich selbst aufhören und auch für sich selbst rauchfrei bleiben. Wie oft hat ein Familienmitglied Sie gebeten, mit dem Rauchern aufzuhören, als Sie noch rauchten, und Sie haben nicht darauf gehört? Nun, wenn Sie nicht für andere Familienmitglieder aufgehört haben, werden Sie auch nicht für diese Familienmitglieder rückfällig. Sie haben für sich selbst aufgehört, und Sie bleiben auch für sich selbst dabei.
Ich werde den Kommentar noch von einem weiteren Gesichtspunkt aus betrachten. Manchmal, als Sie noch rauchten, hat jemand etwas Taktloses oder Falsches gesagt, das Sie verärgerte, und Sie wollten diese Angelegenheit in Angriff nehmen. Plötzlich verspürten Sie einen sofortigen und fast unkontrollierbaren Drang zu rauchen. Dieser durch den Harnsäuregehalt verursachte Drang war plötzlich wichtiger, als sich mit der Person oder der betreffenden Angelegenheit auseinanderzusetzen und ließ Sie losrennen, um eine Zigarette zu finden. Diese kurzzeitige Unterbrechung beschaffte Ihnen eine Abkühlungsperiode, und manchmal ließen Sie dann die Dinge einfach so laufen und fanden, dass sie nun nicht einmal mehr der Rede wert seien. Betrachten Sie dieses Verhalten aus der Perspektive des anderen. Er weiß vielleicht nicht einmal, dass er etwas Verletzendes getan hat, und selbst wenn er es anerkannt, gibt es ja keine Bestrafung für das Fehlverhalten.

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Es kann sein, dass Sie als Ex-Raucher dieses Verhalten eines Menschen nicht hinnehmen – schlecht behandelt zu werden und dies ohne Widerspruch zu akzeptieren. Sie werden von dem anderen nun vielleicht als schlecht oder schrecklich angesehen, nun da Sie für sich selbst eintreten. Aber wissen Sie was? Wenn Sie anfänglich schlecht behandelt wurden, sind diese Menschen der Auslöser der Reaktion. Sie selbst nehmen es vielmehr einfach nicht mehr hin, schlecht oder ungerecht behandelt zu werden, und die anderen werden sich einfach an diese Tatsache gewöhnen müssen. Aber wahrscheinlich werden sie nicht mehr Ihre Gutmütigkeit ausnutzen, und sie werden ihre verletzenden Worte nicht wiederholen. Irgendwie zeigen Sie also diesen Menschen, wie man das Zusammenleben mit ihnen selbst leichter machen kann.
Wie auch immer die Situation sein mag, bleiben Sie darauf konzentriert, dass Sie für sich selbst mit dem Rauchen aufgehört haben und auch dabei bleiben, und dass Sie hinter dieser Entscheidung stehen – unabhängig davon, ob andere wichtige Menschen Ihre Bemühungen unterstützen oder nicht. Wir stehen auch hinter Ihnen. Sie werden keinen einzigen Menschen hier bei Freedom finden, der Ihnen sagen würde: „Fangen Sie wieder an zu rauchen!“ Wir alle erkennen die Ausmaße Ihres Erfolgs an. Sie kämpfen für Ihre Gesundheit und Ihr Leben. Um diesen Kampf zu gewinnen, ganz gleich, was passiert, nehmen Sie nie wieder einen einzigen Zug!

Über den Autor

Quit Smoking This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »


 

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