Gastartikel
Rauchen Sie mehr und genießen es weniger?
Dieser kreative Slogan wurde einmal von einer Zigarettenfirma entworfen. Er sollte Raucher anderer Marken dazu bringen, zu ihrem Produkt zu wechseln. Der Satz entspringt einer brillant eingefädelten Werbetaktik. Fast jeder Raucher, der schon eine Weile raucht, erkennt sich in diesem Slogan sofort wieder. Er hat vielleicht sogar bereits versucht, eine andere Marke zu rauchen, um das Vergnügen und die Freude der ersten Rauchertage wiederzuentdecken. Aber zu seinem Verdruss hat auch die andere Zigarettenmarke es nicht
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geschafft, das ganz besondere Gefühl aus der Anfangszeit des Rauchens wieder heraufzubeschwören.
Warum scheinen Zigaretten ihren besonderen Anreiz auf den langjährigen Raucher zu verlieren? Haben sich Zigaretten über die Jahre so drastisch verändert? Nein, das ist überhaupt nicht das Problem. Nicht die Zigaretten haben sich verändert, sondern der Raucher. Je länger er raucht, desto stärker wird er von seinem Nikotin-Fix abhängig. In den Anfangstagen konnte der Raucher viel Vergnügen aus der pharmakologischen Wirkung des Nikotins gewinnen. Es bewirkte, dass er sich wach und energisch fühlte, oder vielleicht hatte es sogar einen beruhigenden und entspannenden Effekt. Beim Studieren und Lernen war es sehr hilfreich. Manchmal bewirkte es, dass er sich reifer, selbstsicherer und geselliger fühlte. Es tat genau das, was er wollte, je nachdem, in welcher Lebenslage er gerade rauchte. In diesen frühen Tagen rauchte er vielleicht fünf bis zehn Zigaretten pro Tag, normalerweise nur dann, wenn er den gewünschten Effekt erzielen wollte.
Aber allmählich passiert etwas mit dem Raucher. Er wird abhängiger von Zigaretten. Er raucht nicht mehr, um ein Problem zu lösen, zu feiern oder sich gut zu fühlen. Er raucht, weil er eine Zigarette braucht. Letztendlich raucht er, weil er Raucher ist, oder genauer gesagt, Smoke-a-holic. Er wird nicht mehr high vom Rauchen – er raucht jetzt, weil das Nichtrauchen bei ihm zu Entzugserscheinungen führt. Nichtrauchen bedeutet, dass er sich nervös, reizbar, depressiv, wütend, ängstlich fühlt, dass ihm schwindlig wird oder dass er Kopfschmerzen hat, um nur einige Wirkungen zu nennen. Er greift also zur Zigarette um diese Symptome abzumildern und hofft dabei, dass die Zigarette ihm dieses besondere, warme Gefühl verschaffen wird, das er früher einmal gespürt hat. Aber zu seiner Enttäuschung fühlt er sich, nachdem er geraucht hat, nur ansatzweise wieder normal. Und 20 Minuten später beginnt der Kreislauf dann von neuem.
Wenn er aber aufhört, wird das Leben wieder schön. Vorbei ist es mit den Entzugserscheinungen 20- bis 80-mal am Tag. Er kann hingehen, wohin und wann er möchte und muss sich keine Gedanken darüber machen, ob er in den benötigten Zeitabständen rauchen kann. Wenn er Kopfschmerzen hat oder ihm übel ist, dann weiß er, dass er an einer Infektion erkrankt ist – er fühlt sich nicht wie jeden Tag als Raucher, wenn er zuviel oder zuwenig geraucht hat. Im Vergleich zu seinem früheren Leben fühlt er sich als Nichtraucher großartig. Dann passiert jedoch etwas Hinterlistiges.
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Er fängt an, sich an die beste Zigarette seines Lebens zu erinnern. Das kann eine sein, die er vor zehn, 20 oder vielleicht sogar vor 40 Jahren geraucht hat. Er erinnert sich an das besondere, warme Gefühl genau dieser Zigarette. Wenn er lange genug darüber nachdenkt, wird er vielleicht versuchen, den Moment wieder einzufangen. Leider wird jedoch der Moment ihn wieder einfangen. Die Sucht wird ihn wieder fest im Griff haben, und er wird wieder mehr rauchen und es dabei weniger genießen. Dieses Mal kommt er vielleicht nicht davon. Diese wundervolle Zigarette wird ihn seine Freiheit, seine Gesundheit und letztendlich sein Leben kosten.
Machen Sie nicht denselben Fehler, wenn Sie aufhören. Denken Sie daran, wie die Zigaretten waren, als Sie aufgehört haben zu rauchen, denn genau so werden sie sein, wenn Sie wieder anfangen, egal wie lange diese beiden Tage auseinander liegen. Denken Sie daran, wie die Zigaretten wirklich waren und nehmen Sie nie wieder einen einzigen Zug!
This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »
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Mein Gott, hab mir den Text nicht durchgelesen, aber ich hab nichts gegens rauchen, ich rauche selber…
Immer diese Spassverderber -.-
Du solltest keinen Groll auf angebliche “Spaßverderber” haben , sondern statdessen deine Wut auf die Sucht richten. Bald kostet ne Schachtel Zigaretten 5.15 € – das ist aber n recht teurer Spaß, findest Du nicht auch? Ohne Ziggis wärst Du ausserdem viel besser dran.
Du magst im Moment -bis auf die Unkosten- noch keine spürbaren Beschwerden wegen des Rauchens haben, aber Du wirst irgendwann schon aufhören wollen, spätestens dann, wenns Dir nicht mehr so gut geht. Willst Du solange etwa warten?