Gastartikel
Rauchstop durch schrittweise Reduktion
Aufhören mit der schrittweisen Reduktionsmethode. Ich diskutiere diese Methode sehr ausführlich in meinen Seminaren. Ich sage immer, wenn hier jemand anwesend ist, der einen Raucher kennt, den er so richtig hasst, dann soll er ihm zu der Methode des schrittweisen Entzugs raten und ihn darin bestärken, seinen Nikotinverbrauch langsam zu reduzieren. Er sollte den Raucher jeden Tag anrufen und ihm sagen, er solle nur eine Zigarette weglassen. Dies bedeutet, dass er bei dem Versuch mit dem Rauchen aufzuhören am ersten Tag einfach nur 39 statt der üblichen 40 Zigaretten raucht.
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Am nächsten Tag sollte man ihn dann darin bestärken, nur noch 38 zu rauchen, dann am nächsten Tag nur noch 37 etc. Der Seminarteilnehmer sollte den Raucher jeden Tag anrufen und ihm gratulieren und ihm Mut dazu machen weiterzumachen. Ich muss noch einmal betonen, dass man dies nur mit einem Raucher machen sollte, den man wirklich verabscheut.
Sehen Sie, die meisten Raucher werden sich mit diesem Versuch einverstanden erklären. Es hört sich so leicht an, jeden Tag eine einzige Zigarette weniger zu rauchen. 39 Zigaretten scheinen für einen Raucher, der zwei Schachteln pro Tag raucht, keine Schwierigkeit darzustellen. Der Trick besteht darin, dass Sie die Person davon überzeugen, dass Sie ihr nur helfen möchten. Der einzige Nachteil bei dieser Sache ist, dass Sie in den ersten beiden Wochen so tun müssen, als ob sie diese Person gut leiden könnten, und dass Sie jeden Tag mit ihr reden müssen. Der Raucher wird auch nicht allzu viel jammern. Wenn er bei 30 Zigaretten angekommen ist, könnte es sein, dass er ein bisschen quengelt. Noch ist das kein Riesenspaß für Sie. Sie müssen bis zur dritten Woche warten, bis die Abrechnung in diesem Betrug erfolgt. Nun haben Sie ihn bei weniger als der Hälfte seiner normalen Menge. Er wird ständig leicht auf Entzug sein.
Nach einem Monat mit dieser Methode haben Sie ihn in einem ziemlich harten Entzugsstadium. Aber geben Sie nicht nach. Rufen Sie ihn an, sagen Sie ihm, wie gut er sich hält und wie stolz Sie auf ihn sind. Vom 35. bis zum 39. Tag können Sie ihren Triumph so richtig auskosten. Der arme Mensch befindet sich nun in einem Zustand des schlimmsten Entzugs, leidet furchtbar und hat absolut gar nichts gewonnen. Er ist dem Ende des Entzugs nämlich kein bisschen näher als zu dem Tag, an dem Sie mit dem Spielchen angefangen haben. Er leidet unter chronischem Entzug, aber statt sich jeden Tag mit einer oder zwei Zigaretten zu belohnen, enthält er sich 35 oder 40 vor.
Falls Sie ihn wirklich fertig machen wollen, nachdem er bei Null angekommen ist, sagen Sie ihm einfach, er soll sich keine Sorgen machen. Wenn es zu hart wird, soll er einfach ab und zu mal eine rauchen. Wenn Sie ihn dazu bringen können, in diese Falle zu tappen, wird er für immer und ewig im Entzugszustand bleiben. Sagte ich bereits, dass Sie einen Menschen komplett verabscheuen müssen, um ihm das anzutun? Dies ist wahrscheinlich der grausamste Streich, den Sie einem Menschen spielen können. Sie werden seine Chancen jemals aufzuhören unterminieren und Sie werden ihn unendlich leiden lassen. Sehr wahrscheinlich wirft er irgendwann das Handtuch, fängt wieder an zu rauchen und hat wegen all dem, was er beim schrittweisen Entzug durchmachen musste, eine solche Heidenangst vor dem Aufhören, dass er weiter rauchen wird, bis er schließlich daran stirbt. Wie ich bereits sagte, Sie sollten diesen Menschen wirklich hassen.
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Hoffentlich gibt es niemanden, den Sie so sehr verachten, dass Sie ihm das antun würden. Ich hoffe, niemand verachtet sich selbst so sehr, dass er sich das antut. Mit der Schlusspunktmethode aufzuhören, mag vielleicht schwierig sein, aber mit der Reduktionsmethode aufzuhören ist so gut wie unmöglich. Wenn Sie die Wahl haben zwischen schwierig und unmöglich, dann wählen Sie schwierig. Am Ende des schwierigen Prozesses werden Sie etwas vorzuweisen haben, am Ende des unmöglichen Prozesses werden Sie nichts als Elend haben. Hören Sie von heute auf morgen auf, und nach 72 Stunden wird es besser. Rauchen Sie weniger, und es wird immer schlimmer; wochen-, monate-, sogar jahrelang, wenn Sie es zulassen.
This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »
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