Gastartikel
Sie rauchen, weil Sie ein „Smoke-a-holic“ sind!
Manche Raucher sagen, dass sie aus Nervosität rauchen. Andere sagen, sie rauchen, um zu feiern. Manche glauben, dass sie durch das Rauchen Energie tanken. Viele rauchen, um sexy auszusehen. Andere rauchen, weil sie wach bleiben oder endlich einschlafen möchten. Einige glauben, sie rauchen, weil sie dann besser denken können. Eine wirklich einzigartige Raucherin sagte mir einmal, sie rauche, um besser atmen zu können. Wieder eine andere sagte, sie habe wieder angefangen, als sie Brustschmerzen gehabt habe.
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Sie sei der Meinung gewesen, die Angst vor einem Herzinfarkt sei für jeden Grund genug, um wieder anzufangen. Keiner dieser Gründe erklärt zufriedenstellend, warum die Menschen weiter rauchen. Die Antwort ist jedoch tatsächlich ganz einfach: Raucher rauchen Zigaretten, weil sie Raucher sind. Um es genauer zu sagen, Raucher rauchen, weil sie „Smoke-a-holics“ sind (vgl. „Alcoholic“ – Alkoholiker, Anm. d. Ü.).
Jeder Smoke-a-holic ist – wie jeder andere Drogenabhängige auch – von einer chemischen Substanz abhängig. Bei einem Zigarettenraucher ist es Nikotin. Wenn der Raucher sein Minimum an Nikotin im Blutstrom unterschreitet, kommt es zum Nikotin-Abstinenz-Syndrom, besser bekannt als Drogenentzugserscheinungen. Alles, was dazu führt, dass er Nikotin verliert, bringt den Raucher dazu zu rauchen.
Dieses Konzept erklärt ganz einfach, warum so viele Raucher glauben, sie rauchten unter Stressbedingungen: Stress hat einen physiologischen Effekt auf den Körper, der dazu führt, dass der Urin übersäuert. Wenn der Urin übersäuert, scheidet der Körper schneller Nikotin aus. Wenn ein Raucher also einer stressigen Situation ausgesetzt ist, verliert er vermehrt Nikotin und spürt Entzugserscheinungen. Die meisten Raucher meinen, dass Zigaretten ihnen helfen, sich zu beruhigen, wenn sie nervös oder aufgeregt sind. Der beruhigende Effekt ist aber keine echte emotionale Entlastung in einer stressigen Situation, sondern der Effekt des Wiederauffüllens der Nikotin-Vorräte im Körper, so dass die Entzugserscheinungen schlagartig beendet werden. Es ist leicht zu verstehen, warum Raucher ohne dieses Grundwissen über Stress und seinen Nikotineffekt Angst davor haben, das Rauchen aufzugeben. Sie meinen, dass sie eine sehr effektive Stressmanagement-Technik aufgeben müssten. Aber sobald sie einmal für eine kurze Zeit aufgehört haben, werden sie sogar unter Stress ruhiger sein, als sie es als Raucher jemals waren.
Die Erklärung, wie physiologische Änderungen im Körper die Raucher zum Rauchen veranlassen, ist für viele Raucher schwer zu glauben. Aber fast alle Raucher können sich in andere Situationen einfühlen, die ebenfalls die Ausscheidung von Nikotin verändern. Fragen Sie einmal einen x-beliebigen Raucher, was mit seinem Zigarettenkonsum passiert, wenn er gleichzeitig Alkohol trinkt, und Sie können sicher sein, dass er sagt, er steigt an. Wenn man ihn fragt, um wie viel er steigt, antwortet er meist, dass sich der Konsum verdoppelt oder sogar verdreifacht, wenn Alkohol im Spiel ist. Er ist gewöhnlich überzeugt, dass dem so ist, weil jeder um ihn herum raucht. Aber wenn Sie sich an eine Situation erinnern, bei der Sie der einzige Raucher im Raum waren, werden Sie erkennen, dass das Trinken trotzdem dazu geführt hat, dass Sie mehr rauchten. Alkoholkonsum führt zu demselben physiologischen Effekt wie Stress: Übersäuerung des Urins. Der Nikotinpegel fällt dramatisch ab, und der Raucher muss eine Zigarette nach der anderen anzünden, um nicht in den Entzug zu geraten.
Für Raucher, die mit dem Gedanken spielen aufzuhören, ist es wichtig, diese Informationen zu verstehen, weil sie erst dann – wenn sie wirklich verstehen, warum sie eigentlich rauchen – vollständig würdigen können, wie viel einfacher ihr Leben als Ex-Raucher sein wird.
Sobald der Raucher aufhört, beginnt das Nikotin seinen Körper zu verlassen, und innerhalb von zwei Wochen wird es gänzlich verschwunden sein. Wenn das Nikotin erst einmal völlig aus dem Körper verschwunden ist, werden auch die letzten Entzugserscheinungen beendet sein. Der Raucher wird sie nie wieder spüren, wenn er in Stress gerät, Alkohol trinkt oder einfach nur lange nicht geraucht hat. Er wird sehr bald merken, dass all die positiven Effekte, die er dem Rauchen zugeschrieben hatte, falsch waren. Er hätte nicht rauchen müssen, um mit Stress umzugehen oder um zu trinken, um mit Leuten in Kontakt zu kommen oder um zu arbeiten. Alles, was er als Raucher getan hat, kann er auch als Nichtraucher tun, und meistens wird er es viel effizienter tun und sich dabei auch noch besser fühlen.
Ex-Raucher werden neue, unabhängige Menschen. Das ist ein gutes Gefühl, und es ist eine bedeutende Leistung, sich von dieser Sucht loszureißen. Aber egal, wie lange man schon nicht mehr raucht und egal, wie zuversichtlich man ist: Jeder Ex-Raucher muss sich immer daran erinnern, dass er ein Smoke-a-holic ist und bleibt.
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Smoke-a-holic zu sein bedeutet, dass man nie wieder nikotinabhängig wird, solange man nicht einen Zug von einer Zigarette, Zigarre oder Pfeife nimmt, Tabak kaut oder sich Nikotin spritzt. Wenn Sie andererseits den tragischen Fehler begehen, mit irgendeinem Nikotinprodukt zu experimentieren, werden Sie Ihre Sucht wieder verstärken. Dieses wird entweder dazu führen, dass Sie wieder zu ihrem alten Konsumniveau zurückkehren oder dass Sie wieder einen vollständigen Entzugsprozess durchmachen müssen. Keine der beiden Situationen macht besonders viel Spaß.
Wenn der Ex-Raucher also erst einmal mit dem Rauchen aufgehört hat, muss er sich immer bewusst sein, wer und was er ist – Smoke-a-holic für den Rest seines Lebens. Wenn Sie das beherzigen, können Sie wirklich unabhängig sein vom Nikotin, indem Sie eine ganz einfache Gewohnheit verfolgen: Nie wieder einen einzigen Zug!
This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »
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