Nichtraucher-Zigaretten.de

    
16:25 Uhr | Sonntag, 28. Juni 2009  

Gastartikel

  

Wie würden Sie in den folgenden Situationen reagieren?

Ihr 2-Jähriger hat einen Wutanfall, weil er ein neues Spielzeug möchte. Würden Sie:

1.    ihn allein lassen, bis er sich von selbst beruhigt hat,
2.    seinen Anforderungen nachgeben und ihm ein neues Spielzeug kaufen,
3.    ihm ein Beruhigungsmittel geben.
Ihr siebenjähriger Sohn hat furchtbar Muffensausen wegen des wichtigen Fußballspiels nächste Woche. Würden Sie:

1.    ihm versichern, daß er dass er das schon schaffen wird,
2.    mit ihm üben und ihm sagen, dass er sein Bestes geben soll,
3.    ihm bis kurz vor dem Spiel alle drei Stunden Valium verabreichen.

Ihre 14-Jährige ist völlig fertig, weil sie noch niemand auf den Abschlussball ihrer Tanzschule eingeladen hat. Würden Sie:

1.    mit Ihrer Freundin ausbaldowern, dass deren Sohn mit Ihrer Tochter tanzen geht,
2.    sagen, sie solle trotzdem gehen,
3.    ihr Kokain geben, um ihre Stimmung zu verbessern.
Ihre 15-jährige Tochter ist sehr gehemmt wegen 3 Kilo Übergewicht. Würden Sie:

1.    kalorienbewusster kochen,
2.    Ihre Tochter zu einem Sportkurs anmelden,
3.    sie auf Appetitzügler setzen
All diese jungen Menschen erleben, was Erwachsene als „Wachstumsschmerzen“ beschreiben würden. Ein wenig Zeit, Geduld und aufbauende Worte werden helfen, all diese schwierigen Situationen zu bewältigen.
Tatsache ist, dass jeder Mensch, der körperliche, emotionale, intellektuelle, berufliche oder geistige

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Entwicklungen durchmacht, solche „Wachstumsschmerzen“ kennt. Erwachsene neigen zu Wehwehchen, Schmerzen, Traurigkeit, Depression und Besorgnis – genau wie Kinder. Diese Gefühle sind notwendig, wenn wir uns seelisch und körperlich weiter entwickeln wollen. Ohne ein solches Wachstum könnten wir Glück, Befriedigung, Zufriedenheit oder das Erreichen unserer Bestimmung nicht im vollen Ausmaß erleben.
Die jeweils dritte Wahlmöglichkeit in den oben beschriebenen Situationen war natürlich völlig lächerlich. Wir würden unsere Kinder niemals chemischen Gefahren aussetzen, nur um so triviale Probleme zu bewältigen. Als Erwachsene jedoch sind wir durchaus bereit, derartig gefährliche Verhaltensweisen zu unserer eigenen Erleichterung zu praktizieren. Nehmen wir nur einmal das Zigarettenrauchen.
Als Sie noch Raucher waren, wie oft würden Sie sagen, dass Sie rauchen mussten, weil Sie ohne Ihre geliebten Zigaretten einsam oder traurig waren? Wie oft haben Sie gesagt, dass Sie rauchen müssten, weil Ihr Leben so stressig war? Wie oft haben Sie sich selbst gesagt, dass viele soziale Aktivitäten ohne Zigaretten einfach keinen Spaß machen? Wie oft haben Sie sich selbst gesagt, dass Sie fett werden würden, wenn Sie mit dem Rauchen aufhörten? Alles was Sie gesagt haben, war, dass Sie Ihre Droge Nikotin gebraucht haben, um alltägliche Lebensprobleme zu meistern.
Erst als Sie keine Zigaretten mehr benutzten, haben Sie erkannt, dass Sie solche Problem auch ohne zu rauchen in den Griff bekommen können, und in den meisten Fällen viel effektiver als damals, als Sie noch rauchten. Sobald Sie einmal aufgehört hatten, haben Sie gemerkt, welch eine große Stressquelle die Nikotinabhängigkeit die ganze Zeit für Sie bedeutet hatte. Sie waren in einer gesellschaftlich inakzeptablen und tödlichen Abhängigkeit gefangen, und oft waren Sie sich dessen auch bewusst. Zu diesen Zeiten hatten Sie sich gewünscht aufzuhören, aber der schauerliche Gedanke an die große Aufgabe hatte Sie es nicht einmal versuchen lassen.

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Sogar heute werden Sie wahrscheinlich noch manchmal den Wunsch nach einer gelegentlichen Zigarette verspüren. Vielleicht in einer stressigen Situation, auf einer Party nach ein paar alkoholischen Getränken, oder wenn Sie alleine sind und nichts Besseres zu tun haben. Tatsache ist, dass Sie nichts Schlimmeres tun können als jetzt eine Zigarette zu rauchen. Eine Zigarette wird Ihnen nicht bei der Problemlösung helfen. Im Gegenteil, sie wird ein neues Problem schaffen: die katastrophale Situation einer wieder belebten und verstärkten Sucht, inklusive aller körperlicher Gefahren und dem ganzen Dreck, der dazu gehört.
Wenn Sie also das nächste Mal gerne eine rauchen würden, dann lehnen Sie sich zurück und nehmen Sie sich kurz Zeit, um zu überlegen, worauf Sie sich da einlassen. Brauchen Sie diese Droge? Wollen Sie zurück in diese Sucht? Wenn nicht, dann denken Sie einfach daran: Nie wieder einen einzigen Zug!

Über den Autor

Quit Smoking This Article is reproduced from “Never Take Another Puff”; Copyright © Joel Spitzer, 2003 This book or any portion thereof may be freely distributed in either electronic or print form so long as no charge is made for it, and so long as this notice remains with any significant portion of the work when distributed. WhyQuit.com »


 

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