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16:49 Uhr | Mittwoch, 13. Mai 2009  

Nikotin

  

Wie wirkt das Nikotin im menschlichen Körper?

Sie dürfen es nicht zulassen dass die Nikotinsucht die Kontrolle über Ihr Leben hat- kämpfen Sie jeden Tag dagegen an bis Sie gewonnen haben.  Wenn Sie sich bereits in diesem Kampf auf Leben und Tod befinden dann haben Sie bereits gemerkt wie viel Macht die Zigaretten über Ihr Leben haben in dem sie Ihre Gedanken und Handeln massiv beeinflussen.

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Kein Wunder denn Nikotin ist eine Droge und ein starkes Nervengift. Eine medikamentöse Behandlung ist daher   empfehlenswert  wenn man starker Raucher ist. Sie kann aber keine Selbstmotivation und Willen ersetzen! Die Entzugserscheinungen sind tatsächlich das kleinste Problem beim Aufhören denn die tägliche Konditionierung auf die durch Zigaretten erzeugten exklusiven Glücksgefühle und die Angewohnheit zum Rauchen können durch Medikamente nicht behandelt werden. Wir sollten also mehr über das Nikotin erfahren und sehen wie es im Körper überhaupt wirkt um schließlich das Rauchen beenden zu können. Schauen wir uns also zunächst an wie das Nikotin nach Europa kam und wie es sich so schnell verbreiten konnte.

 

Tabak Geschichte: Nikotin das „Wunderkraut“?
 
Der französische Diplomat Jean Nicot (1530-1604 ) hat den   Tabak 1561 als Heilpflanze in Frankreich  eingeführt und wurde damit später ehrenhalber Namensvater des Nikotins welches erst 1828 von Heidelberger Chemikern isoliert werden konnte. Der Tabak galt als das Wunderkraut denn es schien als könne er unheilbare Erkrankungen wie Depression, Geschwüre, Darmkrankheiten, Migräne und andere Leider der Menschen lindern. Nikotin ist ein Alkaloid welches in den Wurzel von Tabakpflanzen ( lat.: Nicotiana ) gebildet wird. Bei reifen Tabakpflanzen befindet sich das Nikotin in deren Blättern um dort Schädlinge abzuwehren. Deshalb wurde Nikotin lange Zeit als Pestizid gegen z.B. Blattläuse eingesetzt bevor es aufgrund seiner sehr toxischen Wirkung für diese Anwendung in den 70ern verboten wurde.
 

Nikotin und die neurobiologischen Veränderungen im Gehirn

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Jede Zigarette beinhaltet 12 Milligramm Nikotin, diese süchtig machende Substanz  gelangt über die Lunge in den Herzblutkreislauf wo sie direkt auf die chemische Funktion des Gehirns wirkt.  Die Laune, Aufmerksamkeit, Moral und Stimmung steigt sprungartig an bei Rauchern. Aufgrund der Größe der Lunge haben die Inhaltsstoffe der Zigaretten eine maximale Angriffsfläche und können sich sehr schnell im Blut verteilen und damit im gesamten Körper verteilen. Da diese Stoffe sehr klein sind werden sie von der Lunge auch nicht gefiltert was zu dem bei Rauchern sehr beliebten „Kick“ bei jedem Zigarettenzug führt. Nikotin stimuliert Bereiche im Gehirn und vegetativen Nervensystem  die für Ruhe und Entspannung sorgen. Es sorgt dafür dass  das Hormon  Adrenalin und die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin ausgeschüttet werden. Es trickst die beiden Gegenspieler Parasympathikus und Sympathikus aus die für die Kontrolle der Organtätigkeiten verantwortlich sind. Der Parasympathikus (Ruhenerv) als Komponente des vegetativen Nervensystems sorgt für Ruhe und Entspannung- der Sympathikus    hingegen kontrolliert das Flucht und Angriffsverhalten. Das Nikotin greift direkt in die neurobiologischen Funktionen des Gehirns ein und kontrolliert uns auf chemischer Ebene. Das Ganze ist ein Wunder denn dort wurde ein eigener Stoffwechsel geschaffen der nur mit unserer Handlungsbereitschaft funktionieren kann. Und handlungsbereit sind die Raucher denn wenn sie kein Nikotin zuführen fühlen sie sich schlecht. Denn: Nikotin wirkt hauptsächlich auf den mittleren Teil des Gehirns, der für Emotionen und Gefühle konzipiert ist, wo es während des Rauchens für starke Glücksgefühle sorgt und gleichzeitig Angst und Unruhe bewirken kann wenn es fehlt. Klingt das nicht nach der perfekten Droge?

 Nikotin und seine Folgen

Viele Mechanisme der Wirkungsweise von Nikotin sind trotz der immensen Forschungsleistung noch unbekannt. Das Nikotin ist (Nerven-)Gift und Droge zugleich. Es handelt sich damit um eine chemische Verbindung, die ein wahres Feuerwerk im gesamten Gehirn entfachen kann. Und zwar kommt es bei Nikotinaufnahme zur Ausschüttung von Neurotransmittern (Dopamin, Adrenalin,etc.) im Gehirn. Das sind chemische Verbindungen, die Signale zwischen den Nervenzellen unseres Körpers übermitteln. Normalerweise lösen elektrische Impulse die Ausschüttung der Neurotransmitter aus. Nikotin vermag dies aber ebenfalls zu tun und verändert damit die Gehirnwellen, den Gehirnstoffwechsel, manipuliert die Gehirntätigkeit und bringt den gesamten Hormonhaushalt durcheinander. Ob Nikotin Krebs auslösen kann, gilt als ungewiss, aber es zeichnet für viele Herzinfarkt bedingte Tode verantwortlich. Es macht die Aterien spröde und gleichzeitig verengt es die Herzkranzarterien. Das endet meistens mit Gefäßverschlüssen, die als Raucherbeine oder Raucherpenise gefürchtet sind. Nikotin verändert auch den Fettstoffwechsel. So werden körpereigene Fettdepots mobilisiert, allerdings in negativer Weise: Gute Fette wie die HDL-Fette werden gesenkt und schlechte Fette LDL-Fette werden erhöht, was ebenfalls die Aterienverkalkung begünstigt. Nikotin kann weiterhin das Herz kontrahieren lassen und führt damit zu Herzrythmusstörungen. Es führt zur Blutdruckerhöhung und behindert damit indirekt den Sauerstofftransport (weil Haemoglobin blockiert wird).

 

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