Passivrauchen
Passiv Rauchen
Heutzutage bestreitet niemand mehr, daß passives Rauchen ein hohes gesundheitliches Risiko darstellt.
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Eine Zigarette qualmt vielleicht 10 Minuten wobei der Raucher nur ca. 30 Sekunden aktiv Rauch aufnimmt. Folglich ist der in die Luft gepustete Rauch
mengenmäßig sehr viel umfangreicher als der, der vom Raucher inhaliert wird. Er ist auch reicher an Nikotin, an krebserregenden Substanzen und an Kohlenmonoxyd. Wenn das Rauchen in geschlossenen, nicht belüfteten Räumen stattfindet, nimmt der Passivraucher alle diese giftigen Substanzen unfreiwillig mit auf. Dass dies sehr gefährlich ist , zeigt sich an folgenden Argumenten:
- Der Kohlenmonoxyd-Gehalt der Luft wird beim Zugegensein von Rauchern enorm erhöht; in einem geschlossenen Raum mittlerer Größe , in dem sich vier Raucher aufhalten, kann der CO-Gehalt der Luft nach 2 Stunden von 1 auf 2% und mehr ansteigen, das bedeutet, ein Passivraucher nimmt ca. genauso viel Kohlendioxyd auf, als wenn er 3 Zigaretten geraucht hätte. Menschen, die passivem Rauchen ausgeliefert sind, weisen nach wenigen Stunden viel weniger Kotinin auf, ein Produkt des Nikotinverfalls, was dem Rauchen von einer bis vier Zigaretten entspricht. Die Folgen des Passivrauchens können aufgrund der Höhe des im Speichel oder im Urin enthaltenen Kotinins recht detailliert belegt werden. Es bestehen wenig Zweifel, daß eine akute Rauchaussetzung, die vielleicht ein paar Stunden andauert, höchst gesundheitsgefährdend ist: die betreffende Person leidet unter Husten und Augenreizungen, darüber hinaus kann Passivrauchen bei Risikopersonen auch Ursache für Gefäßkrankheiten sein. Nikotinaufnahme kann im schlimmsten Fall sogar einen Herzinfarkt hervorrufen. Ebenfalls beobachtet und festgehalten wurden Atmungserkrankungen. Bei Erwachsenen wurden die Wirkungen chronischen Passivrauchens untersucht, bei denen einer der Partner raucht:
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Bronchialkrebs war besonders oft anzutreffen. Weiter wurden Veränderungen der Atmungsfunktion beobachtet und es ist allgemein die
Gefahr gegeben, an Herzgefäß- Komplikationen zu erkranken. Säuglinge und Kleinkinder sind Hauptopfer des Passivrauchens; bei ihnen erhöht sich die Häufigkeit von Nasenschleimhaut- und Bronchialentzündungen enorm. Ja sogar für das Syndrom des plötzlichen Kindstodes soll Passivrauchen eine Rolle spielen. Der durch Tabakkonsum entstandene Rauch ist also Hauptverursacher von Luftverschmutzung in Wohnräumen. Passivrauchen auf der Arbeit im Büro z.B. ist ebenfalls ein bis dato oft unterschätzter Faktor für vielerlei Krankheiten und Todesfälle. Das Passivrauchen ist weiterhin oft mitbeteiligt, wenn ein im Entzug befindlicher Ex-Raucher wieder rückfällig wird.
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