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19:34 Uhr | Donnerstag, 25. Juni 2009  

Psychologie

  

Leben ohne Nikotin: Ein Ausweg oder eine Bürde?

Fast alle Ex-Raucher sind sich darin einig, dass der persönliche Rauchstopp eine der schwersten Prüfungen in ihrem Leben war. Kennen Sie die quälenden Entzugserscheinungen, die entstehen, wenn man keine Zigaretten mehr hat? Haben Sie das Gefühl süchtig zu sein? Lieben Sie Zigaretten? Dann sind Sie mit Sicherheit bereits vom Nikotin abhängig.

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Nikotin befindet sich in allen Tabakwaren und kann einen Menschen schon nach 3 Tagen süchtig machen. Anfangs spürt man, besonders unter Stress, dass Zigaretten die Moral anheben zu vermögen. Sie beruhigen und es entsteht ein warmes und befriedigendes Gefühl in der Magengegend. Die Zigaretten scheinen bei persönlichen Problemen zu helfen und werden zu einer Art Freund und Begleiter der immer dabei ist, und  einem Freude bringt wann immer ich mich ihm zuwende. Man hat weiter das Gefühl, als würde der Geist angeregt nach jeder Zigarette und man bekommt mehr Energie, hat gute Gedanken und die Konzentration bei Denkaufgaben fällt auch  leichter. Dann kommt schließlich  der Punkt, dass man das Rauchen irgendwie gar nicht mehr sein lassen kann oder will und plötzlich entstehen innere Unruhung, Anspannung, Kopfschmerzen und andere Symptome , wenn der Tabak fehlt. Der Bedarf an Tabak steigt mit Zeit an und je mehr man raucht, desto lauter schreit der Körper nach Nikotin. Schließlich kommt der Punkt, an dem das eigene Körperbewusstsein so weit vom Nikotin beeinflusst wurde, dass man das Gefühl bekommt, nicht mehr ohne Nikotin bzw. Zigaretten leben zu können. Das Rauchen wird als „normal“ empfunden, es gehört dazu und ein Leben ohne Zigaretten erscheint nicht mehr lebenswert zu sein. Die Zigaretten haben aus Ihnen einen völlig anderen Menschen gemacht , ohne dass Sie es selbst überhaupt mitbekommen haben. Zigaretten haben aus Ihnen einen Suchtmenschen gemacht, und es wird lange Zeit in Anspruch nehmen , die Nikotin-Abhängigkeit so weit aus dem eigenen Leben zu verdrängen , dass Rauchen eben nicht mehr als „normal“ sondern als „unnormal“ empfunden wird. Wenn Sie noch nie versucht haben damit aufzuhören, dann stellen Sie sich bitte auf sehr viele Rückfälle ein , weil das Nikotin eine derart hohe Suchtwirkung hat , die sogar mit Heroin vergleichbar ist. Bitten geben Sie niemals auf und glauben Sie daran, dass Sie sich irgendwann wieder gut fühlen werden. Sie müssen das Licht am Ende des Tunnels sehen und den ganz festen Willen entwickeln dadurch zu wollen , um endlich wieder die Chance auf ein langes und gesundes Leben zurück zu erkämpfen. Die Zigaretten haben es mit den Jahren geschafft,   einen großen Teil Ihres Lebens einzunehmen und können Sie nach Belieben steuern. Bei kleinen Tätigkeiten des Alltags (Kaffee trinken, telefonieren, Autofahren, ect)  oder Anlässen ertappen sich Raucher häufig dabei, dass sie sich wieder völlig automatisch eine Zigarette anzünden,  ohne überhaupt bewusst daran gedacht zu haben. Lassen Sie das Rauchen niemals zur Routine werden, denn Sie kennen bestimmt die „Macht der Gewohnheit“. Wenn die Zigaretten bereits Teil Ihres Lebens geworden sind, wird es sehr schwer sich wieder davon zu lösen. Machen Sie sich stets Folgendes bewusst:

Wenn Sie an einer Zigaretten ziehen, dann nehmen Sie jedes Mal 3 große Nachteile in Kauf:
1. Sie nehmen in Kauf, dass Ihre Gesundheit  zerstört wird.
2. Sie nehmen in Kauf, dass Sie ein Vermögen verlieren werden.
3. Sie nehmen in Kauf, dass Sie sich immer wieder schlecht fühlen werden

Das sehen die meisten Raucher leider nicht, weil die einzelne Zigarette die man sich gerade anzündet eben nicht die Gesundheit zerstört, ein Vermögen kostet oder schlechte Gefühle erzeugt, weil die lange Kette an Zigaretten- für die alle Raucher blind sind-  die durch gewohnheitsmäßiges Handeln entsteht , die wahre Gefahr darstellt.

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Viele Raucher greifen zur Zigarette,  weil Sie gelernt haben, dass damit schlechte Gefühle erfolgreich unterdrückt werden können. Zigarette erzeugen aber aufgrund ihres Suchtcharakters immer wieder schlechte Gefühle und es entsteht ein Teufelskreislauf. Schlechte Gefühle sind normal, die hat jeder im Laufe seines Lebens- der eine weniger der andere mehr. Rauchen stellt hier aber keinen wirklichen Vorteil dar, denn es erzeugt ständig schmerzende  Entbehrungsgefühle. Der wahre Vorteil wäre also hier, die Sucht behandeln zu lassen, denn so verschwinden schon einmal die ständigen Entzugserscheinungen. Und mit den anderen „schlechten“ Gefühlen, die jeder Mensch- Raucher als auch Nichtraucher – hat muss man anders fertig werden. Zigaretten sind da wirklich der falsche Weg, weil sie eben weitere schlechte Gefühle erzeugen werden bzw. nach sich ziehen und schwer abhängig machen. Stress, Langeweile und Ärger sind ganz normale Empfindungen und gehören zum Leben einfach dazu- akzeptieren Sie Ihre Gefühle so wie sie kommen und auch wieder gehen.
Ich hoffe, dass Ihnen mein Nichtraucher Blog eine große Hilfe sein wird und Ihnen das Rauchen-Aufhören damit etwas leichter fällt. Die Gewohnheit zu brechen ist ein schwieriges Unterfangen, das weiss ich aus eigener Erfahrung. Doch wenn man immer am Ball bleibt und nicht aufgibt, dann ist da ein Weg. Es heisst nicht umsonst „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“. Sie brauchen jede Menge Willenskraft. Aber: Millionen von Menschen haben die Sucht bereits bezwungen und Sie können auch einer von diesen Menschen sein. Werden Sie Ex-Raucher!

 

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