Psychologie
Nur ein Gedanke ohne Zwang und ohne Muss
Es gibt – wie in so vielen Gebieten – immer mehrere Sichtweisen auf ein und dasselbe Thema. Wenn wir uns hier und jetzt mit der Thematik des Rauchens auseinandersetzen, wird es wieder verschiedene Meinungen geben, die allesamt weit auseinander reichen.
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Der Eine mag dabei anführen, dass alle Raucher keinen Willen oder Verstand hätten weshalb sie nicht aufhören können. Der Andere wieder wird erkennen, dass Raucher von einer stark abhängig machenden Droge- das Nikotin- in ihrer Handlungsweise eingeengt sind. Diese verschiedenen Sichtweisen sind sehr interessant. Wobei die Letztere Argumentation glaubwürdiger erscheint. Denn mehrere Studien konnten aufzeigen, dass Nikotin zur Selbstverabreichung bei Tieren führt- es somit eine echte Droge ist. Die Sichtweisen auf ein Thema, vor allem bei so einem interessanten wie Sucht & Abhängigkeit, machen eine Diskussion erst wertvoll & spannend. Dabei wird nicht nur das bloße Pro- und Contra abgewogen, sondern es entstehen lebendige Diskussionen mit Wortwitz, Sachverstand und Logik. Haben Sie auch schon einmal eine solche Diskussion geführt, in der Sie sich z.B. rechtfertigen mussten, weil Sie geraucht haben? Wie ging es Ihnen dabei? Wie und welchen Gründen haben Sie argumentiert? Sind Sie Raucher? Betrachten Sie sich selbst als Raucher? Wenn Sei eine dieser Fragen mit “Ja” beantworten können, oder dabei ins Grübeln geraten, dann sind Sie wirklich ein Raucher. Selbst wenn Sie nur eine Zigarette pro Monat rauchen, sind Sie damit offiziell (Gelegenheits-)Raucher! Wieso macht das Nikotin so stark abhängig? Nun, eigentlich wird das Nikotin recht schnell im Körper verstoffwechselt und ist nach 72 Stunden schon nicht mehr im Urin nachweisbar. Allerdings hat es im Gehirn die so genannten Nikotin-Rezeptoren nachhaltig manipuliert. Ist kein Nikotin vorhanden, dann vermehrt sich deren Anzahl und gleichzeitig schwindet deren Empfänglichkeit für Nikotin. Starke Entzugserscheinungen sind dann die Folge , die für die meisten Raucher einfach nur die Hölle sind. Die oben erwähnte Diskussion kann aber auch in Form eines Selbstgespräches stattfinden. Wir fangen am besten damit, einfach und frei darüber nachzudenken , das Rauchen zu beenden. Wir tun es noch nicht, sondern wagen einfach , diese Gedanken zu haben, auch wenn sie uns im Moment noch absurd & unlogisch erscheinen. Wir fragen uns im Geiste, warum wir das Rauchen beenden sollten… denken Sie bitte jetzt daran, warum Sie aufhören möchten bzw. warum es sich lohnen könnte.
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Das ist keine Tagträumerei, sondern hat einen Sinn. Das Tagträumen das oft abwertend mit Floskeln wie „Träume sind Schäume“ verknüpft wird , weist ein oft unterschätztes Potential auf. Denn aus Träumen können ganz schnell wegweisende Entscheidungen werden. Träumen Sie heute vom Rauchstopp, dann werden Sie sich vielleicht schon morgen zum Rauchstopp entscheiden. Ein Traum. Eine Entscheidung. Ein Versprechen…ähh- ein Versprechen? Ja genau, das ist ein guter Trick! Versprechen Sie sich selbst, dass Sie das Rauchen beenden werden. Doch Moment, spüren Sie da jetzt auch gerade diese Irritationen und das flaue Gefühl im Magen welches zur Abschirmung ruft? Das ist nur völlig normal, wenn man süchtig ist, aber das kann Sie doch nicht wirklich stoppen! Sicherlich wird es auch Zeiten geben, in denen Sie sich fragen werden, ob es richtig war aufgehört zu haben. Damit muss man eben fertig werden. Das ist der Preis den man bezahlen muss. Es ist da aber leichter mit fertig zu werden, wenn man gute Gründe hatte, das Rauchen zu beenden. Mal abgesehen von der Gesundheitsproblematik werden Sie sicherlich so einige Gründe finden, weshalb es gut ist, besser heut´ als morgen mit dem Rauchen aufzuhören. Zum Beispiel: Wie viel Geld kann man doch nur sparen, wenn man sich nicht ständig diese teuren Zigaretten kaufen müsste. Wie viel Zeit könnte man sparen, müsste man nicht ständig Raucher-Pausen machen, das Feuerzeug suchen und zum Kiosk oder Automaten laufen. Was wäre es doch schön, wenn die Kurzatmigkeit für immer verschwinden könnte und man wieder ohne heftig zu hecheln Treppen steigen könnte. Und dieser eklige Husten, der mir immer Sorge macht. Wäre so toll, wenn er endlich verschwinden würde, sodann würde meine Frau nachts nicht immer geweckt und ich müsste nicht auf die Couch ausweichen. Würde ich mit dem Rauchen aufhören, dann könnte ich meinen Kindern wieder ein gutes Vorbild sein- was ich doch immer wollte- und müsste nicht befürchten, dass sie später auch mit dem Rauchen anfangen.
Waren diese Gedankenspiele interessant für Sie? Das ist gut, denn die Rauchfrei-Gedanken sind eine wirksame Waffe gegen die Sucht. Der Vorteil ist, dass daraus völlig explosionsartig Entscheidungen werden können! Fangen Sie auch damit an, es ist ganz einfach. Sie müssen sich nur trauen, den ersten Gedanken zu spinnen…
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