Nichtraucher-Zigaretten.de

    
18:31 Uhr | Sonntag, 27. Dezember 2009  

Rauchen-Aufhören

  

Abnehmen und Rauchstopp-geht das wirklich?

Der Blogger Martin Schmitt von persoenliches-wachstum.com war so gut und machte mich auf eine neue Studie aufmerksam in der es um die Frage “Kann ich mit dem rauchen aufhören und gleichzeitig abnehmen?” ging. Den Artikel in englischer Sprache findet Ihr hier: Northwestern University. Das Ergebnis war recht überraschend, denn es kommt zu folgendem Schluß: Raucherentwöhnung mit gleichzeitiger Diät bei Frauen ist erfolgsversprechend. Ich habe den Artikel zum Anlass genommen mich ebenfalls einmal mit dem Thema “Abnehmen und Raucherentwöhnung” zu beschäftigen.

Es ist ein altbekanntes Problem: Die Damenwelt schiebt den so wichtigen Rauchstopp lieber auf als sich die Figur zu ruinieren. Grund ist die Annahme, man müsste während des Entzugs zwangsläufig Gewicht zu legen da der Entzugsstress nur mit Süssigkeiten, Schokolade & Co abzuwehren ist. Weiterhin ist wissenschaftlich bewiesen, dass Nikotin den Appetit bremst und den Metabolismus (Grundumsatz) hochfahren kann. Meine Erfahrungen sahen da leider etwas anders aus: Zigaretten haben den Appetit nicht unterdrückt sondern schlicht und ergreifend verdorben. Der Qualm hat einen so widerlichen Nachgeschmack im Mund hinterlassen, dass ich Stunden lang nichts mehr essen konnte. Und was ist mit dem Mehr an Kalorien, dass Raucher angeblich einsparen? Die holt man ganz schnell wieder auf, wenn man bedenkt, wieso ein Raucher oder eine Raucherin ein paar Hundert Kalorien mehr verbrennt. Hat man das erkannt, dann überlegt man sich besser zweimal ob es das ganze überhaupt wert ist. Um die ganzen extrem tödlichen Gifte des ekligen dreckigen Qualms abbauen zu können, muss unser geschundener Körper jeden Tag eine Zusatzschicht einlegen. Die Entgiftungsarbeit verbraucht zwar zusätzliche Kalorien (nur ca. 200 kcal täglich) aber erzeugt auch wieder zusätzlichen Stress. (Chronische Vergiftung & oxidativer Stress) . Und was haben wir uns leider angewöhnt, wenn wir angespannt / gestresst sind? Genau, wir naschen oder rauchen noch mehr. Das ist ein gemein-gefährlicher Teufelskreislauf aus dem wir so schnell wie möglich ausbrechen sollten.

Die oben genannte „Meta-Studie“, in der die Ergebnisse von 10 weiteren Studien gesammelt und ausgewertet wurden, hatte folgendes Ergebnis: Weibliche Raucher erzielen beim Rauchentzug bessere Ergebnisse , wenn sie gleichzeitig eine Ernährungsberatung bekommen. Das Ergebnis wird die professionelle Raucherentwöhnung zwar nicht revolutionieren, könnte aber so einiges verändern. Das Endergebnis ist nämlich deshalb so interessant, weil es die aktuellen klinischen Richtlinien für die Raucherentwöhnung widerlegt, die die Diät ja gemeinhin als einen den Rauchstopp eher gefährdenden Risikofaktor einstuft hatten. Und das führte bei vielen Raucherinnen zur Krise. Es ist nur offensichtlich, in welchem Zwiespalt aufhörwillige Frauen da oftmals gefangen sind, denn sie müssen entscheiden: Gesund und fett oder krank und schlank sein. Und mal ehrlich: Die meisten Menschen würden lieber ein paar Jahre früher sterben wenn sie dafür nicht fett sein müssen. Das Fettsein ist nämlich auch ein Risikofaktor für die Gesundheit, denn es kann psychisch krank machen, wenn es zum Beispiel durch Ablehnung entstandene Depressionen auslöst. Aufgrund der neuen Studienergebnisse dürfen Frauen sich glücklicherweise jetzt keine Sorgen mehr um ihre Figur machen, denn man kann gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Schlank, gesund, attraktiv, fit und gutgelaunt durchs Leben gehen und nebenbei quasi die Nikotinsucht für immer zum Teufel jagen.

Und hier sind nochmal die genauen Daten und Werte der englischen Studie:
Es wurden insgesamt 10 Studien ausgewertet die in der Zeit von 1991-2007 entstanden und Daten von 2233 Raucherinnen sammelten.
Ergebnis: Die Meta-Analyse ergab, dass Frauen den Nikotinentzugs mit kombinierter Ernährungsberatung 29% häufiger kurzfristig (3 Monate) abschliessen und 23 % langfristig (6-14 Monate) bewältigen. Hinzu brachten Raucherinnen mit Ernährungsberatung ca. 1 Kilo weniger auf die Waage als Raucherinnen ohne die besagte Ernährungsschule.
Gerade in den Staaten ist sowohl das Übergewicht als auch das Rauchen ein großes Problem für die amerikanische Bevölkerung geworden. Jedes Jahr sterben dort 178000 Amerikanerinnen an den Folgen des Rauchens. Trotz dieser angsteinflößenden Statistik rauchen noch immer 17.4 % der amerikanischen Frauen.

Hinzu sind 2 von 3 Amerikanern zu dick (d.h. nur 1/3 hat Normalgewicht!) Aber eigentlich hat sich ja in allen Industrieländern der Erde seit den 60er Jahren das Ernährungsverhalten drastisch verändert. Die Menschen essen mehr, schneller und ungesünder. Wir essen zu viel Salz, Zucker und gesättigte Fettsäuren. Statt Orangensaft trinken wir Coka Cola am morgen. Statt Obst und Gemüse zwischendurch naschen wir Pommes und Hamburger. Kein Wunder, dass so viele Menschen an Diabetis, Krebs, Herzkrankheiten erkranken oder an Übergewicht leiden. Laut der Weltgesundheitsorganisation könnten im Jahr 2020 könnten chronische Krankheiten weltweit für ¾ aller Todesfälle verantwortlich sein. Gesundheitsfördernde Aktivitäten vernachlässigen wir weil wir lieber Fernsehen gucken wollen. Dabei naschen wir Unmegen an Chips, Schokolade und trinken zuckerhaltige Limonade. Statt uns an der frischen Luft zu bewegen, atmen wir giftige Gase in Form von Zigaretten ein. Wo sollen diese Eß- und Lebensgewohnheiten noch hinführen? Ich kann es Euch sagen: Unter ein Sauerstoffzelt in der Intensivstation des örtlichen Krankenhauses. Kein schöne Vorstellung, oder? Könnte aber schon bald Realität sein, wenn wir nicht anfangen die Kontrolle über unser Leben zurück zu erobern!

Und diese Nikotin- und Fett-Epidemien wie sich gerade über die ganze Welt ausdehen, führen nicht nur zu tragischen Einzelschicksalen, depressiven Verstimmungen, Raucherbein, Kurzatmigkeit, Doppelkinn und häßlichen Speckschwarten- nein, es entstehen auch noch hohe Folgekosten und das für die gesamte Bevölkerung.

Mein Tipp zur Besserung: Also ich gehe schon lange nicht mehr in Dönerbuden essen, auch Imbisse oder Fastfoodketten sind für mich absolutes Tabu. Als erwachsener Mann versuche ich jeden Tag mindestens 100 Gramm Eiweiß zu mir zu nehmen. Und ich gehe laufen. Mein ideales Fitnessworkout-Geheimnis lautet : Krafttraining mit Ausdauertraining zu kombinieren.
Es gibt nichts besseres wie Bankdrücken, Kreuzheben, Klimmzüge, Kniebeugen gepaart mit Langstreckenlaufen. Dazu eine normale, gesunde Ernährung mit viel Fisch (Dorade), Soja (Pudding), Joghurt (mit Cerealien), frisches Gemüse und Obst (Auch mal Exotisches ausprobieren). UND DAS WICHTIGSTE: ICH RAUCHE NICHT MEHR!

 

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Bisheriges Feedback: 1 Kommentar

  1.   Aurelio Roberge:

    Da ich in letzter Zeit leider 8 Kilogramm zugenohmen habe, würde ich jetzt gerne wieder abnehmen. Dabei will ich gesund essen und außerdem noch Sport treiben. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand einige leckere Rezepte zum kochen von gesundem Essen geben könnte.



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