Nie wieder rauchen- leicht oder schwer?

Das große Problem unserer Zeit hat einen Namen:Nikotinsucht. Da man unglaublich schnell in die  Abhängigkeit mit ihren furchtbaren Folgen rutschen kann, fällt das Rauchen-Aufhören um so schwerer. Es gibt hierzulande  über 20.000.000 Raucher und jedes Jahr versucht gut  1/3 damit wieder aufzuhören. Die meisten Raucher sind allerdings schon in jungen Jahren abhängig geworden und somit gelingt es – auch  mit höchster Willenskraftanstrengung – nur 1-5 %  der Betroffenen, sich beim 1. Versuch für mind. 1 Jahr von den Suchtstängeln loszusagen.

Gerade Diejenigen, die es für immer geschafft haben,wissen am besten, wie hart die Raucher-Entwöhnung sein kann. Neben Wille ist nämlich auch oft die Unterstützung von Sucht-Therapeuten (speziell ausgebildete Psychologen) und / oder  das Lesen von Rauchstopp-Büchern (z.B. „Endlich Nichtraucher„), erforderlich, damit man in schwachen Momenten nicht doch den „cravings“ unterliegt und zudem etwas hat, dass einem immer sagt, was richtig und falsch ist. Denn dass das Rauchen falsch ist, merkt man doch unter anderem daran, dass man Rückfälle immer so sehr bereut und sich schrecklich darüber ärgert, dass man jetzt weiterhin jeden Tag  Geld, Gesundheit, Freiheit, Atemkapazität, Fitness  und Lebenskraft verlieren muss.

Um möglichst schnell wieder in ein suchtfreies Leben zu starten, mit all seinen herrlichen Vorteilen, wie z.B. : mehr Lebensfreude, Ausgeglichenheit und Selbstvertrauen , sollte man idealerweise möglichst von jetzt auf gleich mit dem Rauchen aufhören. Der Einsatz von Nikotinersatzmitteln (NRT) empfiehlt sich daher nicht, weil die Sucht durch die weitere Zufuhr von Nikotin ja nur weiter aufrechterhalten wird und das kann nie und nimmer  Sinn der Sache sein. Von daher ist der Begriff „Nikotinersatz“ ohnehin falsch und irreleitend: NRT ist nämlich eine  reine Nikotintherapie.

Der Entwöhnungsprozess ist -wie die leidigen Erfahrungen zahlreicher Menschen ezeigt haben- oft brutal und mit zahlreichen Rückschlägen gespickt ; denn über Jahrzehnte angelernte Verhaltensweisen und die Konditionierung des Suchtgedächtnisses lassen sich nicht über Nacht ausschalten. Die grundlegende mentale Einstellung zur Sucht muss sich gänzlich  ändern und man sollte über einen längeren Zeitraum täglich auf der Hut sein, weil das Böse in Nikotin und anderen  Drogen selten  ruht-sich aber dafür um so besser totzustellen weiß.

Oft wird bei der Nikotinsucht von einer Zwei-Komponenten-Sucht gesprochen, wegen dem Auftreten von psychosomatischen Problemen wie Kopfschmerzen, Nervosität, etc und rein  psychischen Leiden  (Heftiges Verlangen, Verhandlungsversuche mit sich selbst, usw). Doch in Wahrheit ist es so: Das Hauptproblem ist gar nicht der Körper, sondern das seelische Begehren nach Drogen-Stimulation und das plötzliche Fehlen  der Suchtbefriedigung und der  sich daran anschliessende panikartige  Angszustand  machen den Rauchern garantiert mehr zu schaffen. Und das ist bei allen Süchtigen so, und ist interessanterweise immer ganz ähnlich ausgeprägt -ganz gleich also,  ob es sich  hier um Spiel- oder Sex- Süchtige handelt.

Friedrich Nietzsche hat einmal gesagt “Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten.” Er hatte absolut Recht damit. Solange wir soetwas wie Begierde (Verlangen nach Nikotin) verspüren, ist das Rauchen-Aufhören weniger leicht. Vorausgesetzt aber, dass wir  kein Nikotin mehr zuführen, ist das „Rest-Nikotin“ schon  nach wenigen Wochen gänzlich aus unserem Körper  ausgeschieden und das Gehirn repariert sich mit den Monaten ebenfalls ganz von selbst. Ist dieser Zustand der körperlichen Nikotinfreiheit & Selbstgenesung  erstmal  erreicht, wird es auch für unser  Seelenleben  immer  leichter und leichter werden und dann wollen wir auch niemals mehr missen, ein Nichtraucher zu sein.

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3 Antworten auf „Nie wieder rauchen- leicht oder schwer?“

  1. Mir hat Lesen beim Nikotinentzug sehr geholfen. Habe alles Mögliche über das Rauchen und das Aufhören gelesen.Schreibe heute( 02.12.2015) Tag 90 nach Rauchstopp. Erst jetzt weiss ich, wie das Rauchen funktioniert und was Rauchen im Körper für einen Schaden anrichtet. Ich brauche dieses Gift nicht mehr !!!

  2. Ich habe vor 4 Tagen aufgehört und kann das, was in diesem Artikel steht nur bestätigen.
    Die Kopfschmerzen, die Schlappheit, das schweisgebadete aufwachen und nicht mehr einschlafen können; all diese körperlichen Symptome, die ich bis jetzt erlebt habe, sind noch gut zu ertragen im Gegensatz zu dem Schub von Verlangen nach einer Zigarette, der mich manchmal übermannt und mir meine ganzen Willen abverlangt.

  3. Den letzten Absatz kann ich zu 100% unterschreiben. Jeder der sich das rauchen abgewöhnen möchte sollte ihn sich durchlesen und verinnerlichen.

    Es ist nur eine Zeit lang von Nöten komplett darauf zu verzichten und nach den ersten 2-3 Tagen wo man leicht nervös ist, eventuell zittert etc. wird es so einfach das man nicht verstehen mag wieso so viele dabei scheitern.

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