Raucher
Raucher und ihre typischen Ausreden fürs Weiterrauchen
Befassen wir uns heute mit den typischen Ausreden fürs Weiterrauchen und kommen wir uns damit selbst auf die Schliche , wenn wir uns selbst betrügen oder betrügen lassen. Raucher sind Experten wenn es um das Finden von Ausreden geht- ja sie lieben ihre Argumente zum Weiterrauchen förmlich und glauben sogar selbst fest daran was sie sagen. . >>Ich kann nicht aufhören, weil…<<.
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So fangen die Ausreden meistens an, und haben weiter gemein, dass die Raucher sich selbst damit belügen. Sie können einem Raucher handfeste Studien
vorlegen wie ungesund das Rauchen ist, er aber wird Gründe fürs Weiterrauchen finden. Es gibt aber keinen Grund zu rauchen, damit anzufangen oder weiterzurauchen. Weil das Rauchen keine wirklichen Vorteile hat und es zu 100 % giftig ist. Das wollen Raucher natürlich nicht wahrhaben, denn sie meinen: >>Ich kann nicht aufhören, weil es sich doch immer so gut anfühlt wenn ich rauche<<. Der Fakt ist, dass Raucher damit verdrängen möchten, dass sie eigentlich wissen, dass sie pures Gift täglich inhalieren. Nur wurde noch nicht der Weg aus der Sucht entdeckt. Der erste Schritt zum Rauchen-Aufhalten ist doch schon gemacht, wenn man nur zugibt, dass etwas dran ist an den tausenden Artikeln und Studien der Krankenkassen oder Gesundheitsorganisationen zu den pathologischen Folgen des Rauchens. Sich einfach mal ganz ohne Vorurteile und Abneigung an einige dieser Artikel oder Studien wagen kann nicht so schwer sein. Der Raucher muss Acht geben und genau differenzieren zwischen den Vorteilen von Zigaretten und dem Sich-rausreden-wollen. Wenn Sie sagen, dass Sie rauchen weil es einen großen Genuss darstellt, dann ist das noch lange kein Vorteil oder Grund zum Weiterrauchen sondern nur eine Ausrede. Die Wahrheit ist, dass das Rauchen keinen Genuss darstellt und Sie die Lust zum Rauchen auch schon längst nicht mehr durch die Zigaretten erfahren sondern durch etwas ganz anderes. Da Sie wahrscheinlich stark abhängig sind, signalisiert Ihnen ihr Körper in regelmäßigen Abständen, dass Sie Nikotin benötigen. Wenn Sie dem nicht Folgeleisten, fühlen Sie sich schlecht. Wenn Sie nun rauchen, dann bekommt der Körper seinen “Stoff” und infolgedessen wird das Belohnungssystem aktiviert, was dazu führt , dass Sie sich für einen Augenblick gut fühlen- Alles aber auf Kosten der Gesundheit wohlgemerkt. Wenn Sie nun kein Nikotin mehr benötigen, weil Sie erfolgreich eine Entzugstherapie absolviert haben, können Zigaretten auch kein Genussempfinden mehr in Ihnen auslösen. Wenn Zigaretten dies nämlich wirklich könnten, dann müsste ja ein Nichtraucher auch sofort Glück empfinden wenn er raucht. Dies ist nicht der Fall, denn er ekelt sich davor weil er das Gift schmeckt. Nur bei Suchtkranken wird dieser Effekt ausgelöst und noch verstärkt da das Gehirn mit den Zigaretten die ganzen erlebten „Glücksmomente“, in denen der „Stoff“ teuer besorgt wurde, assoziiert hat. Schalten Sie bitte für einen Moment Ihre „Raucher-Scheuklappen“ herunter und lassen sich meine Worte durch den Kopf gehen. Zigaretten machen nicht glücklich wenn man vom Nikotin nicht mehr abhängig ist. Kann wirklich etwas glücklich machen, dass so viele Menschen getötet oder krank gemacht hat? Es kann nur eine Antwort geben: Nein! Eine Zigarette kann Sie nicht glücklich machen. Eine Zigarette kann Sie aber auch nicht krank machen. Es ist die endlos lange Kette an Zigaretten und die stete Zuführung von Giften die das Feuer aufrechterhalten in dem Ihr wahres Glück ganz langsam verbrennt. Bevor ein Raucher dies erkennt, müssen oft allerdings Jahre vergehen und leider begreifen es manche erst, wenn es zu spät ist. Wenn Sie also auf der Suche nach Glück sind, dann geben Sie Ihrem Körper Zeit, damit das Gehirn neue Erfahrungen machen kann und mit den zahlreichen Alternativen, Glücksmomente verknüpfen kann. Das ist anfangs nicht so leicht, das verstehe ich auch, aber bitte tauschen Sie diese Chance , das wahre Glück zu finden, nicht ein gegen diese Illusion des durch Zigaretten gelieferten “Glücks” . Wenn Sie es geschafft haben, Nichtraucher zu werden, dann wird wieder Ruhe und Frieden in Ihrem Körper einkehren, so wie früher als Sie nicht rauchten. Denn jetzt werden keine quälenden Entzugsgefühle mehr da sein und Sie können sich öffnen für neue Glücksgefühle. Außerdem wird das Leben wieder anders erscheinen und Essen wieder besser schmecken. Über die Jahre verlieren Raucher nämlich aufgrund der Zuführung von chemischen Substanzen ihren Geschmack. Dies passiert ganz unmerklich genauso wie der Krebs der sich ganz langsam anschleicht.
Wie bereits geschildert, glauben Raucher fest daran, dass Zigaretten glücklich machen könnten. Wenn jetzt die Nikotin-Abhängigkeit geheilt wurde, und demnach keine Entzugssymptome mehr vorhanden sind, kann dieser Glaube weiter bestehen. Da sich die Zigaretten nämlich wie ein stiller Begleiter in unser Leben geschlichen haben, waren sie an zahlreichen positiven Erlebnissen präsent. Zum Beispiel wenn man sich abends mit Freunden getroffen hat um Essen zu gehen. Das Gehirn verknüpft also noch für längere Zeit , aufgrund schöner Erfahrungen gewonnene, Bilder des Glücks mit Zigaretten. Das hat bei Rauchern dann meistens reihenweise Rückfälle zur Folge, denn plötzlich treten wieder unangenehme Gefühle des Schmachters auf, obwohl körperlich kein Nikotin mehr gebraucht wird. Selbst die bloße Erinnerung an schöne Zeiten oder auch das Betrachten von Tabakwerbung können unerwartet das Verlangen nach Zigaretten wecken.
Unser Gehirn ist immer aktiv und verknüpft seit dem wir Denken können Erfahrungen, Bilder, Gedanken, Momente, Menschen und vieles mehr miteinander. Daraus ergeben sich dann die bedingten Reflexe mit denen wir schneller bzw. automatisiert handeln können. Bedingte Reflexe sind Reaktionsweisen , die nicht angeboren sind, sondern erlernt wurden. Sie kennen vielleicht das Pawlow-Experiment welches ein schönes Beispiel für einen bedingten Reflex darstellt. Jedes Mal, bevor die pawlowischen Hunde im Versuch Nahrung erhalten haben, wurde ein Glockengeräusch abgespielt. Nach einiger Zeit hat der Organismus der Tiere dieses Geräusch mit der Futterzeit assoziiert. Die Folge: Speichel und Verdauungssekrete wurde alleine schon durch Glockengeräusche produziert, auch wenn es gar nichts zu fressen gab. Das Ganze passiert unwillkürlich, also ohne Nachdenken, so wie jedes Mal wenn wir nach Draußen laufen um wieder eine zu rauchen. Wie können wir diese Information über den bedingten Reflex verwenden, damit wir später nicht wieder zur Zigarette greifen müssen? Nun, eine Methode bietet sich an: Die Ersatzhandlung. Immer wenn in Ihnen der Hunger auf Zigaretten erwacht, müssen Sie laut sagen: >>RAUCHSTOPP!<< und dann sofort eine Ersatzhandlung ergreifen die von Ihnen als schön oder produktiv empfunden wird. Hiermit wird über einen längeren Zeitraum eine Umkonditionierung geschaffen. Wobei wir uns aber jedes Mal, wenn es geklappt hat, belohnen müssen. Wenn Ihr Körper kein Nikotin mehr bekommt, werden auch die Entzugssymptome nach und nach vergehen. So ähnlich wie bei den pawlowischen Hunden, die sicher nicht ihr ganzes Leben lang Speichel produzieren werden, wenn sie ein Glockengeräusch hören, wenn sie dann irgendwann wissen, dass es kein Essen dazu mehr geben wird. In dieser Reflexbildung liegen also Chancen zum Rauchstopp aber auch Gefahren:
Das Erstaunliche an der Reaktionsbildung ist nämlich, dass sie neuronal über die Wahrnehmung erfolgt. Wir müssen selbst keine bestimmten Erfahrungen machen, damit das Gehirn neue Verknüpfungen erstellt die zu einem Reflex führen können. Selbst wenn wir also nur einen Film schauen, in dem ein Liebespärchen abends eine Zigarette raucht und sich amüsiert, ist unser Gehirn aktiv am verknüpfen- in diesem Fall zu unserem Nachteil.
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Vielleicht könnte man abschließend sogar daraus folgern, dass bei besonders glücklichen Menschen auch die Sucht besonders stark sein muss, weil mit den Zigaretten anscheinend sehr viele Glücksmomente assoziiert wurden. Denn Raucher fragen sich nicht selten :
>>Kann ich jemals wieder so viel Glück empfinden, wie als ich noch geraucht habe?<<. Das kann ich Ihnen natürlich nicht versprechen, aber ich versichere Ihnen,
dass Sie mehr Geld in den Taschen und ein gesünderes und längeres Leben haben werden. Was Sie jetzt daraus machen, liegt ganz und allein bei Ihnen. Sie haben früher, als Sie nicht rauchten, Glück empfunden. Wieso sollten Sie nicht jetzt auch, nach dem Rauchstopp, wieder schöne Momente erleben dürfen? Und mal ganz ehrlich, dass das Rauchen glücklich macht ist doch nur ein Mythos. In Wahrheit ist es doch mehr die Stillung von Qualen der Nikotin-Abhängigkeit und nichts weiter. Oder haben Sie jemals einen Raucher gehört, der sagte >> Ich kann es nicht mehr erwarten, bis meine Kinder groß sind und auch rauchen können<< ? Nicht wirklich, oder? Denn alle wissen, dass Rauchen krank macht und das Leben eines jedes Rauchern oder seiner Mitmenschen kaputt machen wird. Deswegen regen sich auch nur die wenigsten Raucher über Rauchverbote auf weil sie es eigentlich so richtig finden und die Zigaretten insgeheim verachten. Die meisten Raucher geben auch zu, dass die ersten Zigaretten scheußlich geschmeckt haben. Warum schmecken denn Zigaretten eigentlich so übel? Das ist eine Warnung der Natur: Weil die Natur uns schützen möchte, schmecken und riechen Gifte meistens auch giftig. Wir sollen die Finger davon lassen weil uns diese Substanz nicht gut tut.
So, jetzt haben wir über Ausreden und des Scheinglücks von Zigaretten kommuniziert. Wir wissen, dass Zigaretten uns weismachen möchten, dass wir ohne sie kein Glück mehr empfinden oder Leistung bringen können. Indem wir heute zuversichtlich den Rauchstopp beginnen, werden wir beweisen, dass das gute alte Glück von früher noch in uns schlummert und nur darauf wartet uns zu erfreuen. Wir werden alle unsere Fähigkeiten von damals zurückgewinnen und unser Leben zurück erobern! Wir werden jeden Tag stärker und belastbarer und wieder so sportlich und ausdauernd wie früher! Wir streichen die Zigaretten für immer aus unserem Leben, weil wir uns nicht versklaven lassen! Unsere Mitmenschen werden uns bewundern weil wir so stark und optimistisch sind.
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Hallo,
ich mache gerade einen Nikotinentzug durch. Heute ist Tag 6 ohne Zigarette. Mir gefällt Dein Text sehr. Allerdings habe ich eine Frage: Warst Du selbst auch einmal Raucher? Du sagst, es ist eine Einbildung, dass Zigaretten glücklich machen. Das stimmt nicht. Es ist neuerdings nämlich bewiesen, dass Nikotin Neurotransmittern (Dopamin, Adrenalin etc.) zum Ausschütten bringt. Wissenschaftler sprechen sogar von einem Anti-Depressivum in dem Nikotin enthalten sein soll.
Klar, du willst anderen helfen, aber so einen Stempel kannst Du einfach nicht aufdrücken.
Hallo Raddy,
dankeschön!
Ja, auch ich war mal Raucher (Zigarillos, Zigaretten, Zigarren und Pfeife) . Ist schon Jahre her, insgesamt hatte ich über 30 Rückfälle. Ein Teufelszeug ist das!
Würde das Nikotin diesen extremen körperlichen Zwang & Suchtdruck nicht erzeugen, dann könnte es auch hundert Mal mehr Dopamin im Gehirn ausschütten lassen, als es das derzeit angeblich vermag. Die meisten Menschen würden für einen derartigen Rausch-und ist er auch noch so schön-, dann aber niemals ihr wahres Glück und alle anderen Freuden aufs Spiel setzen.
Verallgemeinerungen sind sehr gefährlich, wenn man von seiner Sucht geheilt werden möchte. Wir müssen knallhart zwischen Genuss/Vergnügen einerseits und Glück / Lebensfreude andererseits differenzieren . Als Beispiel nehmen wir eine Tafel Schokolade. Auch hier meinen die Wissenschafter einstimmig, dass Schokolade die Produktion von Glückshormonen anregt und somit eine Genussquelle darstellt. Das will ich auch gar nicht gross in Abrede stellen, denn ich gönne mir hin und wieder auch ein kleines Stückchen Schokolade. Aber warum esse ich denn nicht jeden Tag leckere Schokolade? 20 x täglich ,mein Leben lang, oder solange, bis ich eben an Herzverfettung sterbe? Die Antwort ist ganz einfach: Weil dort keine starken Suchtstoffe enthalten sind. Du willst mir ja nicht wirklich erzählen, dass Rauchen eine anerkannte Strategie sein soll, um sein Lebensglück zu finden, oder? Dass gut 20 Millionen Menschen in Deutschland rauchen , weil sie alle so glücklich sein wollen? Diese armen Teufel müssen jeden Tag tausende von Killer-Giften (Arsen, Blausäure, Polonium,ect) teuer beschaffen und dann inhalieren weil ein teuflischer Zwang sie dazu antreibt. Leider erkennen dass viele Menschen zu spät, verlieren ihr wahres Glück für immer und die Tabakkonzerne (alles Nichtraucher!) lachen sich dabei noch ins Fäustchen. Würde es den Rauchern bei ihrem “Laster” ums Glück gehen, wenn sie Tag ein Tag aus diesen ekligen, dreckigen und versieften Rauch einatmen, müsste man doch annehmen, dass allen an ihrem Lebensglück sehr gelegen sein müsste. Dass bei jenen Menschen das Genussempfinden halt an erster Stelle käme. Ist es aber wirklich so? No way!
Frage: Würde ein echter Genussmensch und ein nach Lebensglück strebender Mensch alle seine Hauptgenussquellen und Chancen auf wahres Lebensglück aufs Spiel setzen, und das alles nur für ein bisschen inhalierten Rauch, der ihn hinzu versklavt, verschandelt, ruiniert und verkrüppelt? Würde ein unverbesserlicher Genussmensch tatsächlich riskieren, dass
- er nie wieder sein Leibgericht richtig schmecken und genießen kann, weil ihm seine Zunge amputiert wurde?
- er nie wieder einen geilen Liebesakt ausführen kann, weil er durch verengte Blutgefäße impotent wurde?
-er nie wieder die wundervolle Pracht der Welt mit seinen Augen wahrnehmen kann, weil der Rauch seine Netzhaut zerstört hat?
-er nie wieder am Strand spazieren gehen kann, weil er im Rollstuhl sitzen muss?
- er nie wieder Sport/Fitness machen kann, weil seine Lunge ruiniert ist?
- er niemals mehr bei einer heissen Schokolade entspannen kann, weil sein Nervensystem vom Nikotin völlig zerfressen ist?
- er seinen Nächsten keine Geschenke machen kann, weil er immer knapp bei Kasse ist?
- er nie wieder ordentlich sprechen kann, weil ihm sein Kehlkopf entfernt wurde?
-er keine Nacht mehr durchschlafen kann, weil ihm der Krebs ständig solche beschissenen Schmerzen bereitet?
-er niemals seine Kinder aufwachsen sehen darf, weil er einfach zu früh sterben musste?
Würde das alles ein echter Genussmensch tatsächlich riskieren? NO WAY !
Viele Gruesse
Martin O. Hamann