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14:11 Uhr | Mittwoch, 22. April 2009  

Rückfallprevention

  

Das Nichtraucher Tagebuch

Es gibt einen wirklichen netten Trick um einen Rückfall beim Aufhören mit dem Rauchen zu vermeiden. Führen Sie doch einfach neben dem Nichtraucher-Plan auch ein kleines Nichtraucher Tagebuch in dem Sie alles was mit dem Rauchstopp zu tun hat hinein schreiben.

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Ich höre schon jetzt einige Leser meines Blogs aufseufzen dass sie aus dem Alter des Tagebuchschreibens längst hinaus sind und das Tagebücher doch nur was für kleine Mädchen sind. Aber bitte bedenken Sie dabei, dass vor Ihnen ein harter langer Weg liegt und Sie jedes Mittel nutzen sollten im Kampf gegen die Nikotinsucht.    Außerdem führen sogar sehr berühmte und einflussreiche Menschen ein Tagebuch, womöglich ist dies sogar der Schlüssel deren Erfolges. Falls die Vorurteile von Tagebüchern doch zu groß sind dann verwenden Sie dafür einfach einen anderen Begriff wie zum Beispiel „Mein Journal“ oder „Meine Nichtraucher-Geschichte“. Seien Sie kreativ dabei und machen Sie alles ein klein wenig persönlicher.

Wieso empfehle ich Ihnen überhaupt ein Nichtraucher-Tagebuch zu führen?
Nun, ein Tagebuch ist zunächst einmal eine Art neues Hobby welches Sie für längere Zeit beschäftigen kann damit Sie schnell Ablenkung finden. Tagebücher haben insofern Nutzen beim Rauchen Aufhören als dass sie Sie dabei unterstützen das Ganze mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Manchmal findet man auf diese Weise neue Lösungswege bei Problemen und man kann Stolz entwickeln weil man immer genau sieht dass man sich irgendwann auf den Weg zum Nichtraucher gemacht hat und danach strebt sich weiterzuentwickeln. Überdies können Sie mit einem Nichtraucher Tagbuch Ihre Gefühle und Gedanken ordnen und etwas ganz Persönliches schaffen: Einen Ausdruck des eigenes Ichs. Man kann sich mit einem Tagebuch selbst trösten, sich selbst in den Arm nehmen und schauen wann man einzigartige Gefühle wie Frust, Leid aber auch Freude, Hoffnung und Triumpfgefühle gehabt hat. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören dann werden Sie alsbald merken dass es Momente geben wird in denen man Ablenkung braucht und die findet man an einem Ort wo man sich zurückziehen kann. Wenn Sie lernen sich mit dem Schreiben eines Nichtraucher Tagbuchs von den Sorgen des Alltags abzuschirmen werden Sie innerlich bald sehr stark werden. Ein Tagebuch macht Spaß und bietet Anonymität.

Obwohl es eigentlich kein >>richtig<< und >>falsch<< bei einem Nichtraucher-Tagebuch gibt habe ich Ihnen dennoch ein paar Tipps zusammengefasst um Ihnen den Einstieg zu erleichtern.

Beachten Sie zunächst dass es in dem Nichtraucher Tagebuch um Sie alleine geht, denn so wie die Gedanken frei sind ist auch alles frei was in Ihrem Tagebuch steht. Versuchen Sie nicht zu bewerten oder Gefühle und Gedanken als Fehler zu sehen. Denn das wäre der einzige Fehler den Sie tun könnten. Achten Sie auch nicht auf Rechtschreibfehler und Grammatik während des Schreibens denn niemand sonst wird jemals in Ihrem Tagebuch lesen. Schreiben Sie ohne Druck und äußere Zwänge und finden Sie sich selbst beim Schreiben. Es ist auch völlig egal wie viel oder wie oft Sie schreiben. Es geht nicht um Leistung sondern um Leidenschaft, Spaß und Ablenkung. Ob Sie nun 1 Eintrag pro Tag oder 20 Einträge verfassen spielt wirklich keine Rolle. Sie sind der Manager entscheiden wann Sie etwas tun und weshalb Sie es tun und das ohne äußere Zwänge. Vielleicht werden Sie irgendwann an einen Punkt angelangen in dem Sie statt sich eine Zigarette anzuzünden lieber einen Eintrag in Ihr Nichtraucher Tagebuch schreiben. Sie können allgemeine Einträge schreiben oder ganz genau im Detail beschreiben weshalb Sie sich gerade keine Zigarette angezündet haben und wie Sie sich jetzt fühlen. Wenn Sie später im Tagebuch nachblättern können Sie so sehen ob der Schmachter sich im Verlauf der Monate und Jahre sichtlich reduziert hat. Schreiben Sie auf wie sich der Schmachter anfühlt und versuchen Sie ihm ein Bild zu geben indem Sie aufmalen wie er ausschauen könnte. Bestimmt nicht sehr schön, oder? Warum sollte man also mit hässlichen Dingen abgeben wenn es doch so viel Schöneres zu entdecken gibt? Dann sollte weiter unbedingt auch ins Tagebuch wie es sich angefühlt hat wenn Sie dem Verlangen nach Zigaretten nicht nachgaben. Wie haben Sie es geschafft damit fertig zu werden? Später können Sie so schnell Einblick gewinnen ob Sie mit der Zeit neue Strategien im Umgang mit der Sucht entwickelt haben. Das Nichtraucher Tagebuch lässt sich wunderbar mit dem Nichtraucher Plan kombinieren, das spart Zeit. Ins Nichtraucher Tagebuch würde ich meine Ziele und Pläne hineinschreiben und statistisch die Zahl der täglichen Zigaretten und die dazugehörigen Zeiten aufführen. So kann ich die Einträge mit dem Nichtraucher Plan abgleichen um zu sehen ob ich immer noch die Kontrolle beim Rauchstopp besitze.
Hinterfragen Sie jede Ihrer Handlungen, in dem Sie die Gründe aufführen weshalb Sie jetzt wieder zum Kiosk laufen möchten um sich Zigaretten zu kaufen. Was genau hat jetzt diesen Impuls ausgelöst? In Ihrem Tagebuch können Sie über alles und jeden philosophieren wie zum Beispiel die Familie und Ihren Lebenspartner. Welche Rolle spielen Sie in Ihrer Familie? Wer raucht noch in Ihrer Familie und warum? Vielleicht finden Sie somit heraus welchen Rauchertypen Sie genau darstellen. Beobachten Sie genau die Personen in Ihrem Umkreis und schreiben Sie auf wie diese reagierten wenn Sie sich eine Zigarette angezündet haben. Wurden Sie eventuell zum Rauchen von einem Familienmitglied noch motiviert? Gibt es Menschen in Ihrer Nähe die es hassen wenn Sie rauchen? Der Vorteil des Tagebuchschreibens ist es auch, dass Sie Dinge über sich selbst erfahren die Sie nie vermutet hätten und Menschen völlig in einem ganz anderen Licht betrachten. Sobald die Worte fließen gewinnen Sie direkten Einblick in Ihre Gedankenwelt und können somit emotionale Blockaden auflösen.

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Das Nichtraucher-Tagebuch wird zu einem Freund mit dem man einfach über alles sprechen kann. Eine befreiende Vorstellung, oder nicht? Besonders wichtig wird es aber sein herauszufinden weshalb Sie eigentlich rauchen. Gelegenheit? Psyche? Körperliche Probleme? Finden Sie die Antworten und suchen Sie nach den Gründen. Auch wenn dies so wichtig ist, muss das Nichtraucher-Tagebuch nur vom Rauchstopp handeln.     Aber merken Sie vielleicht selbst, wie sehr das Rauchen und die Zigaretten Einzug in Ihr Leben gefunden haben? Ganz leise und langsam hat sich die Sucht hineingeschlichen um die Oberhand zu gewinnen. Schreiben Sie einfach über alles und jeden dann werden Sie bald merken welche Auslöser wirklich dafür verantwortlich sind weshalb Sie rauchen. Seien Sie ehrlich zu Ihrem Tagbuch dann drückt sich in Ihrer Schreibe bald Ihr wahres Ich aus. Um die Nikotinsucht zu bezwingen ist es wichtig ehrlich mit sich selbst zu sein und man sollte sich stets eingestehen wenn die Sucht heute mal stärker war. Geben Sie sich selbst die nötige Zuneigung und den Trost den Sie damals immer vergeblich in den Zigaretten gesucht haben.Positive und konstruktive Selbstgespräche werden einen Motivationsschub erzeugen der seines gleichen sucht. Natürlich wird es auch Zeit kosten ein Tagebuch zu führen aber was Ihnen zurückgegeben wird ist alle Male mehr wert. Sie haben Spaß dabei, finden das eigene Selbst, gewinnen Motivation und sind kreativ. Vielleicht wollten Sie ja auch schon immer mal ein Tagebuch schreiben, dann haben Sie nun den besten Anlass dazu gefunden.

 

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