Eine kleine Warnung an alle frischen Ex-Raucher dadraussen

Das kleine „Nikotin-Monster“ schläft nie, dieses kleine Biest hat schon so manchen Ex-Raucher- mich eingeschlossen- rückfällig werden lassen. Das Verlangen nach Zigaretten kann absolut ausgeschaltet sein und dennoch schlummert dort immer noch eine leise Gefahr, die wir besser nie aus den Augen verlieren sollten. Wieso sind manche Menschen  überhaupt so dumm und probieren  nach Jahren nochmal an einer Zigarette, wo sie doch wissen, dass sie sofort wieder Verlangen auf die Nächste auslösen wird? Ich nenne das „das Malboro-Mann-Syndrom“.

Nikotin macht dich depressiv was zum Selbstmord führen kann!

Ist Dir schon mal aufgefallen, dass die Tabakkonzerne Dir nie einreden zu versuchen, dass Zigaretten dich angeblich entspannen, deine Konzentration steigern können oder Wohlempfinden auslösen? Das sind doch alles diese Schein-Vorteile an denen sich ein Raucher schon genug festklammert und im Innersten doch  selbst nicht dran glaubt! Die Tabakkonzerne versuchen stattdessen Triumpfgefühle im Raucher zu erzeugen. Aber warum? Manche Raucher haben schon zahlreiche Versuche hinter sich gebracht, die Steinmauer des Entzuges zu überwinden und sind daran mit blutigen Fäusten  gescheitert, weil sie das verdammte Verlangen (Suchtwirkung) nicht in den Griff gekriegt haben. Wer am Boden liegt, ist empfänglich für eine „neue Identität“, besonders wenn sie Triumpfgefühle verspricht. Bei manchen langjährigen Ketten-Rauchern sind die Nikotin-Rezeptoren so beschädigt, dass sie kaum noch eine stimulierende Wirkung beim Rauchen erfahren,  sondern nur noch  des  Triumpfgefühles wegen zur Zigarette greifen. Diese Gefühle sind aus Schein-Vorteilen und Tabakwerbung erwachsen, aber haben sich tief im Suchtgedächtnis des Rauchers eingebrannt. Es sind also schon Ex-Raucher tatsächlich rückfällig geworden, nur weil sie sich nochmal so cool wie der Marlboro-Mann aus der Werbung  fühlen wollten? Stimmt. Sie hatten keine Entzugserscheinungen mehr, auch kein Verlangen und wussten , dass sie voll gegen sich selbst handeln und liefen wie in Trance zum nächsten Zigarettenautomaten, nur  um ihr hart Erspartes einem System zu spenden, welches alle 8 Sekunden einen Menschen tötet.

Wie kann man sich vor dem „Malboro-Mann-Syndrom“ schützen?

Wer sich freiwillig einen Rückfall erlaubt, weil er sich mit auf das Pferd des Marlboro-Mannes schwingen will, der sollte bedenken, wo Ihr beide hinreitet. Nicht gen Horizont- auch nicht in die nächste Bar um einen kühlen Drink zu genießen  sondern unter das nächst beste Sauerstoff-Zelt der Stadt! Genau unter so einem Zelt  ist der Marlboro-Mann mit Lungenkrebs nämlich – recht uncool – selbst gestorben und seine letzten Worte waren: „Rauchen ist das nicht wert!“.  Welch´eine Erkenntnis!

Der Marlboro-Mann ist zwar schon lange tot,  aber sein böser Geist spukt weiter in unseren Köpfen rum. Ehrlich gesagt , weiss ich auch nicht, wie man sich vor Tabakwerbung schützen kann. Am schlimmsten sind ja Busfahrer der Tabakwerbung ausgesetzt, denn an nahezu jeder Bus-Haltestelle sind Tabak-Plakate angebracht. Ich befürchte ja fast, dass die Plakate dort ausschliesslich für die wehrten Busfahrer hängen. Auf jeden Fall zeigen sie Wirkung: In der Berufsgruppe der Busfahrer gibt es mit 52% die meisten Raucher!

Aber warum kann man nicht einmal kurz an einer Zigarette probieren, wenn man es bereits einmal geschafft hat ,  ohne gleich wieder süchtig zu werden?

Wenn man das „Marlboro-Mann-Feeling“ hatte, dann bricht relativ schnell der „pharmakologische Effekt“ der Zigaretten aus und man raucht weiter. Das liegt daran, dass Nikotin wichtige Teile unseres Gehirns im Nu unter seine Kontolle kriegen kann. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube fest daran, dass Nikotin auch Teile unseres Gehirns blockieren kann, wo unser Wille seinen Sitz hat:  Das heisst, der Wille des Rauchers wird unter Nikotineinwirkung enorm  geschwächt und kann sich dann im schlimmsten Fall  sogar gegen ihn selbst richten. Der Ex-Raucher dachte: „Ach, ich probier´ einmal und wenn ich dann Verlangen verspüre, mache ich  einfach wieder den Entzug“. Denkste! Wenn dein Wille erst einmal Eigensabotage betreibt, dann kannst Du nicht einfach so mal freie Willensentscheidungen treffen, sondern dann fängst Du an zu zweifeln und schon hat diese fiese Falle erneut über Dir zugeschnappt- Du musst dann weiterrauchen, ob Du es willst oder nicht! Und dann fragst Du dich dabei  in alle Ewigkeit : „Wie konnte ich nur so blöd sein!“

Wann weiss man,  dass man es für immer geschafft hat?

Ganz ehrlich? Das kann man nie so  genau wissen. Nach dem Entzug folgt eine längere Abstinentsphase, in der der Ex-Raucher  einen Punkt zu erreichen versucht, wo sich eine Rückkehr in das alte Suchtleben einfach nicht mehr für ihn lohnt. Wer diesen „Flucht-Punkt“ erreicht hat, darf sich relativ sicher fühlen. Bis dahin muss man  versuchen, sich bewusst von Tabakwerbung und rauchenden Personenkreisen abzuschirmen.

Mehr erfahren zur Raucherentwöhnung: *Affiliatelink (öffnet im neuen Fenster)
Zuletzt geändert: 11. Mai 2010 um 07:14 Uhr von

Bisheriges Feedback: 6 Kommentare

  1. Ich habe da andere Erfahrungen macht: Hab früher Jahrelang ca. eine Schachtel am Tag geraucht & hab dann abrupt aufgehört. Einfach keine neue Schachtel mehr gekauft & dann auch ca. 1 Jahr lang überhaupt nicht mehr geraucht. Die ersten 1-2 Wochen waren recht intensiv, hab dann einfach immer einen Tee getrunken, wenn ich eine Rauchen wollte. Und ab dann ging’s eigentlich recht gut. Spätestens nach 6 Wochen war wohl das gröbste geschafft & die Geschmacksnerven etc. kamen wieder zum Vorschein (sehr schöne Erfahrung übrigens) :D

    Danach habe ich irgendwann wieder angefangen beim Ausgehen zu rauchen (Disko, Bierchen mit Freunden, etc.). Das kommt vielleicht 2-3x im Monat vor & weiter Rauche ich dann auch nicht. Das ziehe ich jetzt schon seit mindestens 3 Jahren so durch & hab keinerlei Probleme mit dem Nicht rauchen in den restlichen 27 Tagen des Monats ;)

    (0/5)0

  2. Hallo, bin seit 01.01.2013 Nichtraucher. Hatte schon mal
    10 Jahre aufgehört und dann vor 5 Jahren dummerweise wieder
    angefangen. Es ist nicht leicht, aber es lohnt sich. Ich
    habe in den letzten Jahren zu viele aus meinem Freundes und
    Bekanntenkreis sterben sehen. Dieser Krebs ist unaufhaltsam und das ist die Qualmerei nicht wert.
    Wollen wir hoffen, dass der Schaden, den man ja zwangsläufig genommen hat, noch nicht allzu groß ist. Habe in meinem Leben mit Unterbrechung 23 Jahre geraucht.
    Hört auf, bleibt clean !!!

    (0/5)0

  3. Hallo Leute,
    ich Rauche jetzt 6 Tage keine einzige mehr und hoffe es diesmal wirklich zu schaffen. Die Gesundheit versauen um anderen die Taschen zu füllen. Nicht mit uns.

    (0/5)0

  4. Vielleicht hilft es ja sich mal auszurechnen was diese Zigarette und der damit verbundene Rückfall in Euro kostet? Da wird diese eine Kippe ploezlich sehr teuer und der ein oder andere den man besser über Geld denn über Gesundheit motivieren kann überlegt dann mal…
    ( 30 Jahre oder mehr x 5 Euro + Preisteigerung+ Sonstiges). Mir hilft am besten mir immer wieder vor Augen zu führen wie die Tabakkonzerne über ihre Kunden so denken, rauchen ist für die jungen und die dummen…

    (0/5)0

  5. habe vor 4 1/2 Monaten aufgehört, vorher schon mal länger 1Jahr wieder angefangen thrombose lungenembolie etc. und wieder weitergeraucht, gut jetzt wieder aufgehört und wenn es nur der grund ist, dass es einfach keinen grund zum rauchen gibt, es gibt wirklich keinen, gesundheitlich fühle ich mich nicht besser – gut gerüche etc. kommen wieder und das ist schon mehr lebensqualität, wie auch immer bitte hört auf und scheisst drauf – wieso weitermachen und ewig fikrig sein auf eine zigarette ist doch alles blöd …

    (0/5)0

  6. Pingback: Rauchen aufh ren – es ist Zeit, aufzuh ren, wenn..

Neuen Kommentar schreiben

optional, nicht erforderlich

*