Rückfall gehabt? Kopf hoch, das ist doch normal!

Der Rauch einer Zigarette ist sehr giftig.

90% aller Raucher würden gerne aus der „Nikotinfalle“ ausbrechen. Jawohl, aber leider ist für die meisten Raucher der Rauchstopp kein leichtes Unterfangen- nur die Wenigsten hören von heute auf morgen auf ohne wieder einen Rückfall zu erleiden.
Aber jeder Raucher sollte wissen, dass es da einen Weg geben kann sich das Rauchen endgültig  abzugewöhnen und danach normal und vor allem glücklich weiterzuleben. Jedes Jahr versucht die Hälfte aller Raucher dieser gefährlichen die Gesundheit, das Geld  & Leben bedrohende Sucht Herr zu werden.
Das Gemeine am Rauchstopp ist es, dass man für immer aufhören müsste  da nur eine einzige Zigarette in 80% aller Fälle dazu führt, dass der Raucher weiterrauchen muss. Und vor diesem endgültigen Schritt fürchtet sich der Raucher bzw. die Raucherin  natürlich. Leider finden viele Raucher nicht den geeigneten Weg um Schmacht-Attacken erfolgreich und effektiv abzuwehren. Schon der kleinste Ärger kann einen Rückfall begünstigen wenn man keine Alternativen kennt. Weitere oft genannte Faktoren, die zu einem Rückfall führen,  sind Stress, Angst oder Langeweile.
Ist der Wille zum Aufhören mit den Jahren aber gewachsen, wird der Rauchstopp durchgezogen, doch ist es nur eine Frage der Zeit wann der erste Rückfall eintritt. Über 50 % aller Rückfälle ereignen sich innerhalb der ersten 5 Wochen. Aus meiner Erfahrung  kann ich sagen, dass diese Zeit wirklich sehr anstrengend sein kann weil der Nikotinentzug in etwa 5 braucht bis er durchgestanden ist. Fast alle der restlichen 50 % , die länger durchhalten,  werden innerhalb des 1. Halbjahres rückfällig. Nur 1-5 % aller Raucher bleibt länger als ein Jahr abstinent.
Sind diese Personen willensstärker? Nein. Diese Personen haben im Durchschnitt nur schon 3-6 erfolglose Versuche hinter sich gebracht und haben „nichts mehr zu verlieren“, mit anderen Worten also: Sie haben die richtige Einstellung um aus dieser Todesfalle auszubrechen.
Wer glaubt, es fehle ihm diese Einstellung noch, der könnte überlegen ob nicht eine Hypnoses-Sitzung für ihn infrage komme könnte. Hypnose für Raucher in Verbindung mit Verhaltenstherapie kann die  Erfolgsrate auf 25 % hochkurbeln-vorausgesetzt, dass der Wille vorhanden ist.

Wenn Du also einen Rückfall gehabt haben solltest, dann verzweifle jetzt nicht. Getan ist getan und jetzt sitzt Du wieder in der Falle fest…Gib jetzt nicht anderen die Schuld dafür. Vertraue auf deine Stärke und versuch´s einfach nochmal!

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Zuletzt geändert: 2. April 2010 um 22:02 Uhr von

Bisheriges Feedback: 9 Kommentare

  1. dominique

    Hallo. ich bin seit 5 tagen.rauchfrei , leider habe ich heute einen rückfall gehabt und habe glei 2 zigaretten.auf einmal geraucht wie soll ich jetzt mit dervsituation umgehen war alles.um sonst ?? Bitte um eure hilfe

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    • Bernhard

      Hallo Dominique,

      Das ist doch nicht so schlimm. Schwamm drüber, weitermachen und bewusstwerden, dass keine weiteren Rückfälle mehr passieren dürfen.

      Gruss
      Bernhard

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  2. Die ersten 27 Std. des Nichtraucherdasein habe ich überstanden. Klar, ich bin nervös und angespannt, denke recht häufig ans Rauchen, habe aber alle Rauchutensilien entsorgt. Ich bin GEWILLT nach knapp 40 Raucherjahren aufzuhören …. HART SEIN !!!

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  3. Hallo, was passiert, wenn ich nach einer Woche wieder Rückfällig wurde und ca 20 Zigaretten geraucht habe. Ist dann der ganze Erfolg zum Teufel? Wenn ich nach diesen 20 Zigaretten sofort mit dem Entzug weitermache?

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    • Bernhard

      Nach nur einer Woche wieder 20 Zigaretten geraucht? Ja, ich denke, dann sind die vorherigen Bemühungen im Eimer.
      Das ist aber auch nicht so schlimm, Du musst jetzt einfach „weitermachen“ bzw. neu wieder aufhören.
      Ein Rückfall lässt Dich wieder zu einem früheren Stadium zurückfallen. Also wieder kämpfen und möglichst standhaft bleiben.
      Gruss
      Bernhard

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  4. sternchen68

    Hallo,
    23 Tage und der erste Rückfall heute ,könnte mich in den Arsch beißen aber was soll es getan ist getan.
    Habe seit über 35 jahre gut geraucht ,vor 4 Jahren hatte ich ein Tageskonsum von über 70 Kippen ,war Kraftfahrer,ja dann hatte ich 2008 einen Leistungsabfall Lungenklinik und was kam raus COPD;gut war schon Sch…aber es ging nach ca.10 Wochen wieder angefangen und dann bis Anfang 2012 geraucht,bis mir ein Lungenart sagte das es nicht so rosig für die Zukunft aussieht,also wieder in die Lungenklinik Diagnose,scwere COPD nach Gold 4 und eine schweres Lungenemphysem und dann war ich fertig.
    Und nun ein Rückfall ,das dürfte bei solcher Diagnose eigentlich garnicht eintreten dürfte ist aber.
    Ich wollte nur sagen ,es hat mit nichts gebracht nicht mal irgend eine gewisse Befriedigung wie Glück oder so nichts,aber ich möchte noch etwas weiter ohe Zusatz CO2 auskommen und bin wieder Motiviert einmal ist keinmal!?
    So und jetzt hatte ich meinen Spaß und das wars an alle es geht immer wieder voran man muß nur wollen und man muß wissen was einen lieb ist das Leben oder die Krankheit jeder entscheidet für sich selber ich möchte Leben und mit 43 Jahren ist man in der Blüte seines Lebens ,möge ich die Kraft haben das durchzustehen ,also das mußte mal raus und ich mußte es nur losweren ,
    lg sternchrn 68

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  5. Hallo an euch,
    Ich bin nun seid 16 Monaten ohne Nikotin. Ich war 35 Jahre lang ein starker Raucher. Die letzten Jahre 60 und mehr. Es ist mein erster Rauchstop, ich hatte immer Angst davor, ich hörte dann von champix und probierte es als selbststudie aus. Es funktionierte , die Zigarette ekelte mich nach etwa 4 Wochen regelrecht an, ich konnte einfach nicht mehr Rauchen. Ich bin glücklich es geschafft zu haben, daran glaubte ich nie, das Rauchen gehörte einfach zu mir.
    Was ich nur nicht verstehe, das es in mir immer noch den Wunsch nach einer Zigarette gibt, irgendwie kommt mir immer wieder der Gedanke könntest ja mal wieder eine versuchen.
    Das ist ganz Paradox, da ich ja genau weiß wie schlimm die zeit als süchtiger Raucher war. Woher kommt dieser Kick immer noch, wer kennt das auch? Verliert sich der Gedanke irgend wann mal? Ich habe echt Angst davor mal wieder schwach zu werden.
    Mein Fazit zum Rauchstop = egal wie, es lohnt sich immer!!!

    Freue mich auf eure Antwort

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  6. admin Post author

    Ja, die ersten 2 Wochen des Entzugs waren sehr heftig..daran kann ich mich noch gut erinnern. Ich war nach ca. nem halben Jahr wieder rückfällig geworden. Das war total absurd für mich: Ich musste rauchen obwohl mir die Zigaretten gar nicht mehr schmeckten. Die Erkenntnisse waren aber wichtig für mich weil ich so herausbekam, dass ich nicht wegen des Genusses rauchte. Selbst wenn die Zigaretten also keinen Genuss auslösen muss man rauchen. Das ist natürlich sinnlos. Da wir „Vernunftswesen“ sind und sinnlose Verhaltensweise gegen unsere Natur sind, muss unser Gehirn allerlei Ausreden erfinden um dem Rauchen einen Sinn zu geben. Dann raucht man wegen des Genusses, dem Stress oder anderer Dinge.
    In Wahrheit ist man wirklich in einer bösartigen Schlingpflanze gefangen die einen in den Abgrund ziehen will.
    Ich find´s so cool wenn ein Raucher zum Exraucher wird. Der Moment, wo da das „Glitzern“ in seinen Augen aufflackert und der Wille durchbricht,hat etwas Episches…

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  7. Mein vierter Versuch ist Anfang dieses Jahres gescheitert. Nach zwei Wochen hatte ich einen Abend einige Gläser Wein getrunken und griff wieder zur Zigarette, obwohl ich bis dahin gefühlt alles im Griff hatte.

    Meine Empfehlung ist also zudem: Wer grade aufgehört hat, zu rauchen, sollte insbesondere zu Anfang nicht mehr als 2-3 Bier oder Wein trinken.

    Mein nächster Versuch wird in Kürze folgen und dann werde ich auch den Alkoholgenuss etwas zurückschrauben. :)

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